Partnerstädte: Stadt Brackenheim

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Brackenheim und seine offiziellen Partnerstädte

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Brackenheim und seine offiziellen Partnerstädte

Die Gesamtstadt Brackenheim hat insgesamt fünf offizielle Partnerstädte. Hierbei handelt es sich um Städte aus Frankreich, Italien, Polen und Ungarn. Die Besonderheit dieser Partnerschaften ist, dass alle fünf Städte untereinander und miteinander verschwistert sind.

Charnay-lès-Mâcon (Frankreich)

www.charnay.com und
https://yvesdelaviere.wixsite.com/charnay-jumelage

Im Jahr 1978 wurde die Partnerschaft der Stadt Brackenheim mit der französischen Stadt Charnay-lès-Mâcon im Burgund begründet. Charnay-lès-Mâcon liegt westlich der Saône bei Mâcon, am südlichen Rand des Mâconnais und am nördlichen Rand des Beaujolais gelegen.

  • Einwohner: ca. 7.300 
  • Fläche: 1200 ha
  • Bahnhof TGV
  • Regionalflugplatz
  • Weinbau: Appellation "Mâcon", Villages
  • 315 m über dem Meeresspiegel
  • direkt an Mâcon angebaut
  • an A 6 (Ausfahrt M.-Nord oder M.-Süd)
  • ebenso an Route N 79 + Route centre Eu Atlantique
  • erreichbar auch über A 40, Sortie 1 = M Centre (von Bourg en Bresse) 

Vor allem eine Handels- und Wohnstadt, die ihren ländlichen und weinbäuerlichen Ursprung nicht verleugnet (Passeport 99). Aber auch aufstrebendes Gewerbe. Ville fleurie. Große Anstrengungen auf touristischen Gebiet: "grüne Trasse" auf ehemaliger Bahnlinie, ca. 40 associations (Vereine)

  • Stadtbibliothek
  • Département-Bibliotheke
  • Festhalle (Verchère) mit 1.100 Sitzplätzen 
  • Romanische Kirche Sainte-Madeleine (11. Jahrhundert)
  • 4 historische Waschhäuser (lavoir)

Castagnole delle Lanze (Italien)

www.comune.castagnoledellelanze.at.it

1996 beschlossen Brackenheim und Charnay-lès-Mâcon die italienische Gemeinde Castagnole delle Lanze in der Region Piemont in die bestehende Partnerschaft aufzunehmen.

Rebstöcke der Partnergemeinden aus Burgund und dem Piemont wurden im Natur- und Weinlehrpfad im Zweifelberg gepflanzt, um die Bedeutung des Weinbaus für diese Städte und das fruchtbare gedeihen der Partnerschaften zu dokumentieren.

Rege Besuche und Gegenbesuche sowie zahlreiche private Freundschaften bestätigen, dass durch die Partnerschaften das Verständnis der Völker und der Menschen füreinander in einem vereinten Europa gewachsen ist.

  • Entfernung: ca. 670 km
  • Einwohner: ca. 3.772
  • 40 km südöstlich von Turin in der Provinz ASTI

Umgeben von Hügeln, bedeckt mit Weingärten (Barbera, Dolcetto, Barbaresco, Chardonnay und Moscato) und Haselnusspflanzungen, deren Früchte vor allem von Ferrero verarbeitet werden.

Die wichtigsten Feste in Castagnole delle Lanze sind das Barberafest im Mai mit Symbol des neuen Barbera und das Nussfest im September.

Zbrosławice (Polen)

www.zbroslawice.pl

Am 5. Mai 2001 wurde ein weiterer Freundschaftsvertrag mit der Gemeinde Zbrosławice in Polen geschlossen, um sie auf ihrem Weg nach Europa zu begleiten.

Am 7. März 2000 bewirbt sich die Stadt Zbrosławice um eine Zusammenarbeit oder eine Partnerschaft mit einer Stadt in Deutschland. Die Firma Afriso mit Sitz in Güglingen, die in Zbrosławice 1997 eine Zweigstelle aufgebaut hat, bemüht sich um die Vermittlung einer Partnerschaft. Nach einer positiven Rückmeldung aus Brackenheim äußert der Vorstand der Stadt Zbroslawice den Willen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit einzugehen. Vom 3. bis 5. September 2000 findet sich eine Delegation aus Zbrosławice mit der Bürgermeisterin Teresa Korab sich zu einem Besuch in Brackenheim ein. Die Brackenheimer sind eingeladen nach Zbrosławice zu kommen. Vom 3. bis 6. Mai 2001 besucht eine 16-köpfige Delegation aus Brackenheim Zbrosławice. Der Freundschaftsvertrag wird unterzeichnet. Beim Besuch sind auch drei Franzosen aus der Partnerstadt Charnay-lés-Mâcon mit dabei. Für Bürgermeister Rolf Kieser ist die Freundschaft zu Zbrosławice die „EU-Osterweiterung auf kommunaler Ebene“.

  • Die Gemeinde Zbrosławice liegt bei Gleiwitz in Oberschlesien
  • Entfernung: ca. 900 km
  • Einwohner: ca. 16.000 in 21 Teilgemeinden
  • Fläche ca. 15.000 ha, landwirtschaftlich geprägt im Dramatal

Bekannt ist die Region durch ihr Mikroklima, welches günstig bei Erkrankungen des Atmungs- und Nervensystems wirkt.

  • 8 Sportvereine, Reitsport ist überregional bekannt
  • Zentrum für Naturheilmedizin
  • Ende Juli findet das große Jadwiga Fest statt
  • Erntedankfest im September

Tarnalelesz (Ungarn)

https://tarnalelesz.webnode.hu/

Im August 2010 hat die Stadt Brackenheim den bislang letzten Freundschaftsvertrag mit einer europäischen Partnerstadt geschlossen. Die Gemeinde Tarnalelesz wurde in das Städtenetzwerk aufgenommen. Diese liegt  im Norden des Bezirks Heves, in der Nähe zu Budapest, Miskolc, Losonc, Ózd sowie Eger.

  • Ca. 1.900 Einwohner
  • Fläche: 37 km²
  • Bezirk: Heves
  • Entfernung: ca. 1050 km
  • Im Hügelland von Heves-Borsod
  • Erreichbar über die Hauptstraßen Nr. 23 und 25
  • oder die direkten Buslinien von Budapest, Miskolc, Eger, Salgótarján, Ózd und Losonc 

Die Umgebung von Tarnalelesz ist ein bekanntes historisches Weingebiet. Die Einwohner dieser Gegend beschäftigen sich seit fast 1000 Jahren mit dem Anbau und der Kelterei von ausgezeichneten Weinen. Die ältesten Weinkeller sind mehr als 400 Jahre alt, heute werden noch neue Weinkeller ausgehöhlt.

  • Naturschutzgebiet Tarna
  • Ausflüge nach Nagykö, Kiskö, Ordaskö, Peskö
  • Teich Nagyvölgyi
  • Jugendblasorchester Szuk Mátyás

Weitere Partnerschaften

Marsan (Frankreich)

Die eigentliche Pionierarbeit hinsichtlich der Städtepartnerschaften leistete der heutige Brackenheimer Stadtteil Neipperg, mit der Unterzeichnung einer Städtepartnerschaft mit der kleinen Gemeinde Marsan in der Gascogne, im Südwesten Frankreichs am 25. August 1962. Sie gehörte damit zu den ersten 100 Partnerschaften die zwischen deutschen und französischen Gemeinden geschlossen wurden.

  • Französische Gemeinde in der Gascogne, westlich von Toulouse, in der Nähe von Auch und etwa 130 km nördlich des bekannten Pilgerorts Lourdes
  • Entfernung: ca. 1.300 km
  • Einwohner: ca. 500
  • Landwirtschaft: kein Weinbau mehr; heute hauptsächlich Rinder- und
  • Geflügelzucht bzw. -Mast  und Produktion von Entenleberpasteten sowie Hirse- und Maisanbau

Die ersten Besucher beschrieben das Umland des Partnerorts als hügelig, ähnlich dem badischen Hügelland.

Schon ein halbes Jahr bevor Konrad Adenauer und Charles de Gaulle die Elysée-Verträge zur Versöhnung Deutschlands und Frankreichs unterzeichneten, hatte sich das damals noch eigenständige Neipperg Großes vorgenommen: 1962 wurde die Partnerschaftsurkunde mit Marsan, einem 500-Seelen-Dorf, unterschrieben. Es war die zweite deutsch-französische Freundschaftsbekundung im Landkreis Heilbronn. Als Wegbereiter dieser Partnerschaft gelten Josef Hubert Graf von Neipperg und der damalige Bürgermeister Marsans Herzog Pierre de Montesquiou. Diese Partnerschaft "ging gleich in die Häuser ein"; beruht sie doch nicht nur auf Verwaltungsebene, sondern besonders auf der persönlichen Begegnung. Der erste Besuch der Neipperger bei ihren südfranzösischen Freunden stellte sich als abenteuerliche Pioniertat heraus. 25 Neipperger machten sich in sechs VW-Käfern auf die 26 Stunden dauernde Reise, an ihrer Spitze der damalige Neipperger Bürgermeister Walter.

Doch wie kam Neipperg zu Marsan?

1961 hatte Herzog Pierre de Montesquiou als Abgeordneter der französischen Nationalversammlung den Gedanken eines friedlichen und vereinten Europas. Dies veranlasste ihn, nach einem Partnerschaftsdorf mit ähnlichen Strukturen in Deutschland zu suchen. Über einige Ecken erfuhr Professor Bergner, seiner Zeit Leiter der chemischen Landesuntersuchungsanstalt, von dem Wunsch. Er nahm daraufhin Kontakt zu seinem persönlich Bekannten Josef Hubert Graf von Neipperg auf. Der Grundstein der "jumelage" war gelegt. Im Gemeinderatsprotokoll vom 9. März 1962 heißt es, dass eine Partnerschaft "dazu beitragen wird, überlieferte Vorurteile abzubauen, Verständnis für den Standpunkt der anderen zu wecken und das Blickfeld zu erweitern".

Le Lude (Frankreich) und Sportverein FC Afan/Lido in Port Talbot (Wales)

Freundschaftliche Beziehungen der Feuerwehren von Brackenheim und Le Lude, sowie des TV Hausen mit dem Sportverein FC Afan/Lido in Port Talbot, Wales, runden das Bild von der weltoffenen Stadt Brackenheim und ihrer Mitbürger ab.

Europäische Auszeichnungen

In Anerkennung der langjährigen Bemühungen der Kommune und ihrer Bürger auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen die europäische Idee zu fördern, ist Brackenheim im Jahre 2000 vom Europarat mit dem Europadiplom ausgezeichnet worden.

Im Jahre 2003 wurde der Stadt Brackenheim vom Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Gebietskörperschaften der parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg für die besonderen Verdienste um die Verbreitung des europäischen Gedankens die Ehrenfahne des Europarates verliehen.

Im Jahre 2008 folgte die Überreichung der Europaplakette an die Stadt Brackenheim, durch die ehemalige österreichische Europaabgeordnete und Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung Edeltraud Gatterer, für das dichte Partnerschaftsnetz und die vielseitigen Begegnungen.

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