Allgemeines und was so passiert...: Stadt Brackenheim

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Interessantes und Aktuelles Klimaschutz

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Interessantes und Aktuelles Klimaschutz

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind höchst aktuelle und dynamische Themen. Hier lesen Sie Artikel zu genau diesen Themen. Mal auf Brackenheim bezogen, mal geht der Blick die weite Welt. Von kleinen Tipps, wie man den Verpackungsmüll beim Einkauf reduzieren kann bis zum europäischen Kohleausstieg ist thematisch alles dabei. Klicken Sie sich durch.

Deklaration "Biologische Vielfalt" unterzeichnet

In der vergangenen Sitzung des Gemeinderats am 24.03.2022 wurde der Beschluss zum Beitritt der Stadt Brackenheim zur Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ einstimmig getroffen. Mit diesem Beschluss setzt die Stadt ein Zeichen, sich weiterhin dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Brackenheim zu verschreiben. Der Beitritt zum gleichnamigen Verein fördert vor allem die Netzwerkarbeit mit anderen Kommunen. Es wird damit eine Plattform geschaffen, auf der sich die Verantwortlichen des Natur- und Umweltschutzes und des Bauhofs interkommunal austauschen können.

Im Februar 2012 haben sich 60 Gemeinden, Städte und Landkreise zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ zusammengeschlossen. Mittlerweile sind 327 Kommunen dem Verein beigetreten. Das Bündnis stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen und rückt den Schutz der Biodiversität in den Kommunen in den Blickpunkt. Alle Mitglieder unterzeichnen die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“. Die Deklaration soll Landkreise, Städte und Gemeinden bundesweit dazu motivieren, Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt in den Bereichen Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich, Arten- und Biotopschutz, Nachhaltige Nutzung sowie Bewusstseinsbildung und Kooperation zu realisieren.

Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, den interkommunalen Austausch zu stärken, die inhaltliche Arbeit in den Kommunen zu unterstützen und kommunale Interessen sowie Bedürfnisse in politische Prozesse hinein zu vermitteln. Praxiserfolge von engagierten Kommunen wird es über Broschüren und Pressearbeit bundesweit sichtbar machen. Auch konkrete Unterstützungsleistungen wie beispielsweise die Organisation von Workshops zur Weiterbildung kommunaler Verwaltungsmitarbeiter/-innen und Mitarbeiter/-innen stehen auf der Agenda.

In Brackenheim leisten die kommunalen Gärtner/-innen in ihrer täglichen Arbeit - bezogen auf die Pflege und die Unterhlatung der städtischen Grünflächen - bereits einen großen Beitrag zum Biodiversitätenschutz. Die Stadtverwaltung sieht im Beitritt zu diesem Bündnis vor allem die Chance, sich interkommunal zu vernetzen, erfolgreiche Projekte für Brackenheim zu adaptieren und bereitgestellte Informationsmaterialien für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen.

Mobilitätswende was bedeutet das?

Mobilität bedeutet, die Freiheit zu haben, innerhalb kürzester Zeit von einem Ort an den nächsten zu gelangen. Die Geschichte, wie sich Menschen vor einigen Jahrzehnten noch fortbewegten, ist dabei äußerst spannend. Während wir heutzutage für fast jede Wegstrecke unterschiedliche Mobilitätsformen nutzen können – zugegeben im ländlichen Raum ist der ÖPNV durchaus verbesserungswürdig – so eingeschränkt waren die Menschen in ihrem Mobilitätsradius damals. Seit dem 18. Jahrhundert führten bahnbrechende Innovationen dazu, dass sich die Wegstrecke, die ein Mensch pro Tag zurücklegen kann, stetig verlängerte. Den Zenit erreichte diese Entwicklung im Jahr 1976, als es mit der Concorde möglich wurde, in Überschallgeschwindigkeit von Paris nach New York zu reisen - rund drei Stunden dauerte dieser Flug.

Nun stehen wir in Sachen Mobilität vor einer ganz neuen Herausforderung. Die vielzitierte Mobilitätswende muss her. Klimaneutrale Mobilität, emissionsfreies Reisen… wie kann das funktionieren? In den nächsten Ausgaben des Amtsblatts beschäftigen wir uns genau damit - mal auf das gesamte Bundesgebiet, mal ganz spezifisch auf Brackenheim bezogen. Seien Sie gespannt.

Mobilitätswende? Was bedeutet das? - Die Bahn

Leider gibt es in Brackenheim seit vielen Jahren keine Bahnanbindung mehr. Mit der Stilllegung der Zabergäubahn im Jahr 1995 brach dieser Mobilitätszweig in der Region weg. Heute nutzen die meisten Menschen das Auto, danach kommen Mobilitätsarten wie Bus, Rad oder zu Fuß.

Zahlreiche Menschen aus der Region hoffen auf eine Reaktivierung der Strecke, die sich bis Leonbronn ziehen soll. So auch die Mitglieder des Vereins Zabergäu pro Stadtbahn e.V.: „Durch eine Reaktivierung würden die Bürgerinnen und Bürger des Zabergäus einen attraktiven Schienenpersonenverkehr bekommen“, so der Verein auf ihrer Homepage. Der Brackenheimer Gemeinderat hat bereits vor Jahren im Zuge einer Resolution eine schnelle Reaktivierung der Zabergäu-Bahn gefordert, viele Politikerinnen und Politiker sprechen sich zudem für dieses Vorhaben sowie unterstreichen die zentrale Bedeutung einer Realisierung für die Region. Im Moment wird noch geprüft, ob Potenzial für eine Reaktivierung besteht.

Wie erlangte die Bahn eigentlich den Stellenwert, den sie heute im Mobilitätssektor hat und wie nachhaltig ist sie im Vergleich zu anderen Mobilitätsformen?

Die Eisenbahn ist einer der Meilensteine in der Geschichte der Mobilität. Erst durch sie wurde kostengünstiges Reisen möglich. Sie verbindet Länder und ganze Kontinente miteinander – und bringt der Wirtschaft und der Industrie viele Vorteile. Denn der Transport über die Schiene ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch schneller und verlässlicher, da es praktisch keine Verzögerungen durch Staus geben kann.

Inspiriert von der Dampfmaschine, die 1769 von James Watt verbessert und perfektioniert wurde, gelang es dem britischen Erfinder und Ingenieur Richard Trevithick 1804, eine starke Lokomotive zu konstruieren. Am 27. September 1825 wurde die erste Eisenbahnstrecke der Welt unter der Bauleitung des Ingenieurs George Stephenson eröffnet. Stephenson verbesserte die Schienentechnik und so bewältigte die Lokomotive zwischen den englischen Städten Stockton und Darlington die ersten 40 Kilometer der modernen Eisenbahngeschichte. Zehn Jahre später rollte die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth.

Heute ist das Schienennetz der Deutschen Bahn das Größte Europas – rund 33.400 Kilometer betrug die sich im Betrieb befindende Länge im Jahr 2020. Neben der deutschen Bahn gibt es noch zahlreiche weitere Eisenbahngesellschaften und Eisenbahnverkehrsunternehmen, insbesondere von den Ländern und Regionen. Insgesamt gibt es in Deutschland ein Schienennetz mit einer Gesamtstreckenlänge von rund 38.400 km.

Wie sieht es mit der Umweltbilanz aus?

Die Eisenbahnen sind das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel. Das bedeutet: Wenn mehr Verkehr auf die Schiene verlagert wird, sinken Emissionen und Ressourcenverbrauch. Bei den Emissionen werden vor allem Treibhausgase, Kohlenmonoxid, flüchtige Kohlenwasserstoffe (ohne Methan), Stickstoffoxide und Feinstaub betrachtet. Ein Zug im Fernverkehr etwa produziert 36 Gramm Treibhausgase pro Personenkilometer. Das bedeutet, bei einer Strecke von 100 Kilometern, die eine Person im ICE zurücklegt, entstehen 3,6 Kilogramm Treibhausgase. Mit dem Auto wären es 13,9 Kilogramm pro Person auf 100 Kilometer, bei einer Flugreise sogar 20,1 Kilogramm. Bei den anderen Schadstoffen ergibt sich ein ähnliches Bild: Pkw und Flugzeuge stoßen am meisten Kohlenmonoxid, flüchtige Kohlenwasserstoffe, Stickstoffoxide und Feinstaub aus. Die Emissionswerte von Fernbus und -zug betragen jeweils nur einen Bruchteil davon. Eindeutige Gewinner sind natürlich Fußgänger und Fahrradfahrer, ihre Emissionswerte liegen bei null.

Mehr als 90 Prozent des Zugverkehrs der DB fährt elektrisch. Aber nur rund 60 Prozent des Schienennetzes in Deutschland hat elektrische Oberleitungen. Auf den restlichen Strecken werden dieselbetriebene Loks eingesetzt. Laut Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2025 mindestens 70 Prozent des Schienennetzes über eine Oberleitung verfügen. Wäre das gesamte Netz mit Strom betrieben, könnte die DB den Ökostrom-Anteil für alle Züge theoretisch auf 100 Prozent steigern. Die deutsche Bahn setzt sich selbst zum Ziel, bis 2038 alle Züge mit Ökostrom zu betreiben und bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Ziel der Bundesregierung ist es außerdem, bis 2030 die Zahl der Fahrgäste auf der Schiene zu verdoppeln. Laut Bundesministerium für Digitales und Verkehr können durch die Reaktivierung von Bahnstrecken Impulse für den ländlichen Raum gesetzt und Stadt-Umland-Gebiete besser erschlossen werden. Der Bund hat für die Reaktivierung von Bahnstrecken wichtige finanzielle und rechtliche Voraussetzungen geschaffen. Mit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und den Regionalisierungsmitteln investiert der Bund mehreren Milliarden Euro für die Verbesserung des Schienennetzes und will so besonders den Nahverkehr stärken und die Reaktivierung von Nahverkehrsstrecken fördern. Ist das zumindest ein finanzielles Argument, die Zabergäubahn aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken? Ob die Bahn in einigen Jahren wieder durchs Zabergäu fährt, ist zum heutigen Zeitpunkt noch ungewiss, die Voraussetzungen sind aber günstig und die Hoffnung der Menschen in der Region ist groß.

Mobilitätswende? Was bedeutet das? - Der Bus

Sowohl für kurze Strecken im Regionalverkehr als auch für weitere Strecken oder Reisen ist der Bus ein beliebtes Fortbewegungsmittel.

Im Zabergäu spielt der Bus vor allem für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle. Als einziges öffentliches Verkehrsmittel im näheren Umkreis von Brackenheim ist er ein wichtiger Baustein in Sachen Mobilität. Wer keinen Führerschein hat und das Fahrrad keine Alternative ist, ist auf den Bus angewiesen. Mit dem Ausbau des Zentralen Omnibusbahnhofes im Jahr 2015 hat Brackenheim einen wichtigen Schritt zur Stärkung des ÖPNV gemacht. Mit dem Bus gelangt man von Brackenheim aus in alle Ortsteile, nach Lauffen am Neckar, nach Bönnigheim, bis Ochsenburg und nach Heilbronn. Wer den Bus regelmäßig nutzt, kann durch verschiedene Abo-Angebote auch einiges an Geld sparen.

Auch der Fernbusverkehr ist bei vielen Menschen sehr beliebt und lockt vor allem durch attraktive Preise. In dieser Branche hat sich in den letzten Jahren vor allem das deutsche Unternehmen Flixbus etabliert. Der Mobilitätsanbieter hat laut eigenen Angaben Europas größtes Fernbusnetz geschaffen und ist in 37 Ländern unterwegs. Doch auch im Zabergäu gibt es Busunternehmen wie beispielsweise Ernesti, Stuber und Hochstetter, die neben Tagesausflügen auch Mehrtagestouren anbieten.

Wie nachhaltig ist der Bus im Vergleich zu anderen Mobilitätsformen und wie sieht es mit der Umweltbilanz aus?

Beim Betrachten der Emissionswerte muss immer die Auslastung berücksichtigt werden. Wären die Fahrzeuge voll besetzt, also zu 100 Prozent ausgelastet, würden sich die Emissionswerte zum Teil deutlich verringern. Je voller ein Fahrzeug ist, auf desto mehr Menschen werden die entstehenden Schadstoffe verteilt. In einem Auto wird von durchschnittlich 1,5 Personen pro Fahrt in einem Fünfsitzer ausgegangen. Dies entspricht einer Auslastung von lediglich 30 Prozent. Bei den Fernbussen betrug die Auslastung im Jahr 2019 bundesweit 54 Prozent, bei den Bussen im Nahverkehr 18 Prozent. Das hört sich zunächst einmal recht wenig an, jedoch wird die Kapazität benötigt, um die Nachfrage in Stoßzeiten, vor allem im Schulverkehr, zu decken. In Brackenheim sind diese Stoßzeiten vor allem morgens zum Schulbeginn und mittags zum Schulende. Da die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel an eine dichte Taktung gekoppelt ist, kann die mittlere Auslastung jedoch nur begrenzt erhöht werden.

Das Umweltbundesamt hat sich die Emissionswerte der unterschiedlichen Mobilitätsarten einmal genauer unter die Lupe genommen und dabei vor allem Treibhausgase, Kohlenmonoxid, flüchtige Kohlenwasserstoffe (ohne Methan), Stickstoffoxide und Feinstaub betrachtet. Reisebusse produzieren 32 Gramm Treibhausgase pro Personenkilometer und schneiden somit besser ab als Fernzüge, bei denen 36 Gramm Treibhausgase (wenn nicht 100% Ökostrom genutzt wird) pro Personenkilometer ausgestoßen werden.

Betrachtet man den Nahverkehr, schneidet der Bus immer noch wesentlich besser als der PKW (1,4 Kilogramm Treibhausgasausstoß auf zehn Kilometer pro Person) ab, verliert jedoch mit 0,75 Kilogramm knapp gegen die Stadt- und U-Bahn mit 0,64 Kilogramm und die Regionalbahn mit 0,6 Kilogramm.

Um aber zukünftig klimafreundlicher oder sogar klimaneutral unterwegs zu sein, gibt es auch bei Bussen mittlerweile Alternativen zum klassischen Diesel. Einige Städte testen den Einsatz von Hybridbussen, Elektrobussen, Bussen mit Wasserstoffantrieb sowie Brennstoffzellenbussen. Ob das auch was für den Nahverkehr in der Region Heilbronn wäre? Wir sind gespannt.

Quellen: Flixbus, Quarks, Umweltbundesamt, Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Förderprogramm Invest BW: Mission Klimaschutz

Das Förderprogramm Invest BW startete am 20.01.2022 in die nächste Runde und es ist wieder möglich Förderanträge für Innovationsvorhaben einzureichen. Unter der Thematik „Innovation für den Klimaschutz“ werden Projekte, die den Schutz des Klimas im Land voranbringen, gefördert.
Die Antragstellung erfolgt nach dem Stichtagsprinzip – somit müssen Ideen für den Klimaschutz bis zum 31.03.2022 eingereicht werden. Bei der Antragstellung muss beachtet werden, dass Ziele und Vorhaben im Förderaufruf genau formuliert werden. Bitte verwenden Sie hierfür die vorgegeben Antragsformulare (https://invest-bw.de/innovation/dokumente). Mitmachen können Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg, insbesondere Kleinunternehmen und Start-Ups, sowie in Verbundvorhaben auch Forschungseinrichtungen.
Für den jetzigen missionsorientierten Förderaufruf stehen rund 30 Mio. € zur Verfügung. Darüber hinaus werden im Laufe des Jahres 2022 weitere Förderaufrufe veröffentlicht. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter hier.

Web-Seminar am 17. Februar 2022 von 10:00 – 12:00 Uhr:
Anlässlich des aktuellen Förderaufrufs werden wir im Rahmen eines Web-Seminars das Förderprogramm vorstellen und Sie über alle wichtigen Themen zur Antragstellung informieren. Melden Sie sich über folgenden Link gerne zum Web-Seminar an https://invest-bw.de/.

Wissenswertes zur Photovoltaik in Gewerbe und Industrie

Immer mehr Unternehmen engagieren sich für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften.  Zahlreiche Handwerks-, Gewerbe- und Industriebetriebe in Baden-Württemberg setzen konkrete Maßnahmen zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes um. Eine gute Möglichkeit mit Mehrfachnutzen ist beispielsweise die Investition in die Photovoltaik (PV). Sie ist die günstigste Stromerzeugungsform in Baden-Württemberg, von der die Unternehmen unmittelbar profitieren können.             

Mit diesem Leitfaden (PDF-Datei) werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie Photovoltaikprojekte in Ihrem Unternehmen realisieren können. Nähre Informationen finden Sie unter www.photovoltaik-bw.de.

Wissenswertes zur Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow

Warum in der Rubrik Klimaschutz in Brackenheim über die Weltklimakonferenz berichtet wird?

Die kommunalen Bemühungen zum Klimaschutz begründen sich auch immer auf den politischen Zielen der Landes- und Bundesregierung. Deren Gesetze fußen wiederum auf den Einigungen, die auf internationaler Ebene getroffen werden. So sind also die Ergebnisse der Weltklimakonferenz auch für uns in Brackenheim wichtig.

Was genau bei der Weltklimakonferenz besprochen wurde, welche Ergebnisse erzielt wurden und welche Kritik es an diesen Beschlüssen gibt, lesen Sie im Text der Klimaschutz-Praktikantin Jennifer Paul.

Allgemeines

Vom 31. Oktober bis zum 12. November fanden sich rund 200 Staaten sowie zahlreiche NGOs und Unternehmen im schottischen Glasgow zur 26. UN- Klimakonferenz „COP 26“ zusammen. In der rund zweiwöchigen Konferenz in Großbritannien sollte über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 verhandelt werden.

Das Pariser Klimaabkommen stellt das erste völkerrechtlich bindende Abkommen dar, in dem sich alle unterzeichnenden Staaten verpflichten, das Klima zu schützen. Der Vertrag sieht vor, dass die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, nach Möglichkeit auf 1,5 Grad, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden soll.

Um das zu erreichen, sollten die Staaten nach fünf Jahren neue Pläne mit ehrgeizigeren Zielen vorlegen. Weil die Konferenz im letzten Jahr pandemiebedingt verschoben werden musste, wurde sie nun im Herbst 2021 nachgeholt.

Ergebnisse

Am Ende der Klimakonferenz einigte sich der UN-Gipfel auf den "Klimapakt von Glasgow". Mit ihm wurde unter anderem das Maximalziel des Pariser Abkommens einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad gestärkt.

1,5 Grad Ziel

Ziel der britischen COP-Präsidentschaft war es, das 1,5- Grad Ziel, welches das Maximalziel des Pariser Klimaabkommens war, in Reichweite zu halten. Im Pariser Abkommen war noch von einer Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst 1,5 Grad die Rede. In Glasgow setzte sich nun die strengere Zielvorgabe durch.

Die COP26-Rahmenentscheidung erkennt an, "dass die Auswirkungen des Klimawandels viel geringer sein werden bei einem Temperaturanstieg um 1,5 Grad verglichen mit zwei Grad" und sagt zu, die "Bemühungen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad fortzusetzen".

Der Aufruf an die Staaten, ihre nationalen Klimaschutzziele (NDC) schneller auf den Prüfstand zu stellen als bislang geplant - statt bis 2025 bereits bis Ende 2022, könnte zu einer Beschleunigung der Klimaschutzanstrengungen beitragen.

Kohleausstieg

Während Kohle und andere fossile Energieträger im Paris-Abkommen noch nicht als Haupttreiber des Klimawandels genannt worden sind, wurden diese nun erstmals in einer COP-Entscheidung als Auslaufmodell erklärt.

Auf Bestreben von China und Indien wurden die Formulierungen mehrfach verwässert und schließlich in letzter Minute weiter abgeschwächt. Statt des Appells an die Staaten, "ihre Bemühungen in Richtung eines Ausstiegs" aus der Kohlenutzung zu beschleunigen, wurde der Aufruf beschlossen, die Staaten sollten die Nutzung von Kohlekraftwerken ohne CO2-Abscheidung "schrittweise verringern".

Bewältigung von Klimaschäden

Die Verhandlungen wurden aufgrund eines Streits über schon lange geforderte Hilfen für die Bewältigung bereits eingetretener Klimaschäden verlängert. Dass der Klimawandel immer größere Schäden anrichte und daher verstärkte Maßnahmen wie Finanzhilfen nötig seien, wird in der Rahmenentscheidung nun anerkannt und die Industrieländer werden zur Unterstützung aufgerufen. Jedoch fehlt es weiterhin an einer Verpflichtung oder einem Mechanismus für die Einzahlung und Verteilung von Geldern.

Auch der Kostenanstieg für die Anpassung an den Klimawandel wurde in Glasgow anerkannt. Aus diesem Grund werden die Industriestaaten aufgefordert, eine Verdopplung ihrer Anpassungshilfen für die Entwicklungsländer bis 2025 vorzunehmen.

Gebrochene Versprechen bei der Klima-Finanzierung

Leider wurde vor den Verhandlungen in Glasgow klar, dass die Industrieländer ihre Zusage nicht eingehalten haben, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar (87,4 Milliarden Euro) für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel bereitzustellen. In den Konferenzbeschlüssen wird bedauert, dass das Ziel verfehlt wurde. Die Industrieländer werden "dringend" aufgefordert, ihre Zusage von jetzt an und über 2025 hinaus einzuhalten.

Kontrolle der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Das Regelbuch für die konkrete Umsetzung des Pariser Abkommens, konnte bei den vorherigen zwei UN-Klimakonferenzen in Madrid und Kattowitz nicht fertiggestellt werden. Nun wurden Vereinbarungen erzielt, in welcher Form und wie oft die Staaten über ihre nationalen Klimaschutzziele im Rahmen des Pariser Abkommens Bericht erstatten müssen. Zu einer Berichterstattung im Fünfjahres-Rhythmus werden sie allerdings nur ermutigt. Auch die besonders umstrittene Umsetzung von Artikel 6 des Paris-Abkommens wurde beschlossen, bei dem Staaten und Unternehmen Klimaschutzmaßnahmen in ärmeren Ländern finanzieren und sich die dadurch entstehenden Emissionseinsparungen gutschreiben.

Kritik

Die Vorsitzende von B'90/Grünen Annalena Baerbock bewertet die Einigung in Glasgow als nicht ausreichend. Zwar sei die Klimabedrohung damit anerkannt, allerdings müssen konkrete Schritte folgen. Die neue Regierung werde den früheren Ausstieg aus der Kohle durchsetzen.

Auch von Seiten des UN- Generalsekretärs António Guterres hagelt es Kritik. Die Gefahr einer Klimakrise sei nicht gebannt und die in den Beschlüssen von Glasgow erzielten Fortschritte seien "nicht genug" und voller "Widersprüche". Die Klimakatastrophe stehe weiter vor der Tür.

Quellen:

  • UN-Klimakonferenz in Glasgow: Die wichtigsten Ergebnisse - ZDFheute
  • Klimapakt steht - UN-Chef: Das reicht nicht - ZDFheute
  • Beginn der Weltklimakonferenz: Wird der Weckruf gehört? - www.tagesschau.de
  • UN-Klimakonferenz im Blog: Glasgow beschließt Klima-Ziele - ZDFheute

Plastikfrei im Badezimmer

Durch die Herstellung von Verpackungen werden täglich viel Energie und Ressourcen wie Erdöl benötigt und CO₂ wird in die Atmosphäre freigesetzt. Außerdem lassen sich die meisten Plastikverpackungen nur schlecht oder gar nicht recyceln und gelangen teilweise in die Umwelt. Im Plastikmüll können sich Tiere verfangen oder verwechseln ihn mit Nahrung, wodurch sie bei gefülltem Magen verhungern. Mit der Zeit zersetzt sich der Müll zu Mikroplastik, das viele weitere Probleme verursacht. Vermeiden wir diese Abfälle, schützen wir die Umwelt und sparen Energie und Ressourcen ein. Dadurch gelangt auch weniger CO2 in die Atmosphäre. So leistet plastikfreies Einkaufen einen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland nimmt stetig zu. Im Jahr 2017 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststoffverpackungen in Deutschland bei rund 38,5 Kilogramm und ist somit deutlich über dem EU-Durchschnitt (32,7 Kilogramm). (Statista) Die Ursachen dafür sind vielfältig. So nutzen wir zum Beispiel zunehmend take-away-Angebote für Speisen und Getränke, essen immer mehr Fertiggerichte und nutzen gerne den Onlinehandel. Durch die Aktion „Brackenheim to go“, bei der Speisen und Getränke bei mitwirkenden Partnern in Mehrwegbehältern abgeholt werden können, hat die Stadt hierfür schon eine Lösung erarbeitet.

Was Sie zuhause tatsächlich tun können, um Müll zu vermeiden, lesen Sie im nachfolgenden Text der Klimaschutzpraktikantin Jennifer Paul.

In vielen Situationen des alltäglichen Lebens fällt Müll an. Diese Müllproduktion ist oft so selbstverständlich, dass es einem gar nicht mehr groß anfällt. Beispielhaft im Badezimmer. Wie lange hält bei Ihnen eine Shampoo- oder Duschgelflasche? 4-5 Wochen? Die Deutschen verbrauchen durchschnittlich zehn Flaschen Shampoo, elf Flaschen Duschgel und 3,7 Packungen Flüssigseife pro Kopf und Jahr. Das ergibt 24,7 Flaschen pro Kopf. Allein in Deutschland sind das hochgerechnet jährlich rund 2 Milliarden Plastikflaschen – nur für die genannten Pflegeprodukte.

Wie stoppen wir den Verpackungswahnsinn?

Dabei ist es gar nicht schwer, den eigenen Plastikverbrauch im Badezimmer zu senken. Zum Glück haben viele Kosmetikhersteller erkannt, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen am Markt immer weiter steigt. Mittlerweile finden wir im Drogeriemarkt ein immer größer werdendes Angebot, zum Beispiel fürs Haare waschen, Eincremen oder Zähneputzen. Diese haben nicht nur den Vorteil unverpackt zu sein, sondern sind oftmals noch ergiebiger und haben Inhaltstoffe natürlichen Ursprungs, welche ohne Mikroplastik oder sonstiger Zusätze sind.

Welche Angebote gibt es?

Von Duschgel kann man beispielsweise auf die klassische Seife umsteigen. Diese finden wir sowohl in der Drogerie als auch in Supermärkten und es gibt eine große Auswahl was Duftrichtung und Inhaltsstoffe angeht. Auch beim Shampoo gibt es immer mehr Alternativen, wobei man ein immer größeres Angebot an festen Shampoos oder Haarseifen hat und so auch zwischen verschiedenen Pflegestufen für die Haare wählen kann. Auch feste Haarspülung finden wir mittlerweile in den Regalen genauso wie feste Bodylotion. Um mit den Haaren vollständig abzuschließen, kann eine Plastikhaarbürste durch eine aus Holz oder Bambus ersetzt werden. Das Zähneputzen kann man ebenso wasteless gestalten, mit Zahnputzpulver oder Zahnputztabletten. Plastikzahnbürsten können durch Bambuszahnbürsten ausgetauscht werden. Ein weiteres Produkt, welches man einfach ersetzten kann ist der Rasierer. Auch wenn man nur die Köpfe mit den Klingen austauscht, fällt trotzdem jedes Mal Müll an. Als Lösung gibt es Rasierhobel. Diese bestehen aus Edelstahl oder aus Bambus und es muss lediglich die Klinge ausgetauscht werden. Das freut auf Dauer auch den Geldbeutel, denn die Klingen sind deutlich günstiger als die Klingenköpfe. Einmal- Wattepads können durch waschbare Wattepads aus Baumwolle eingetauscht werden und so wird auch das Abschminken wasteless. Es gibt auch viele Produkte, die sich einfach selber herstellen lassen. Dazu gehört beispielsweise ein Gesichtspeeling. Die Zutaten Zucker und Olivenöl, die einfach vermischt werden müssen, hat jeder zu Hause.

Wer möchte, kann diese Pflegprodukte auch selbst herstellen. Anleitungen für die Herstellung von plastikfreien Drogerieartikeln wie beispielsweise Deo finden Sie auf www.minimalwaste.de

Neben dem Thema plastikfrei sollten Sie sich auch mit den Inhaltsstoffen Ihrer Kosmetik auseinandersetzen. Es gibt viele Naturkosmetikartikel, welche natürlichen Ursprungs und so auch für Sie und Ihren Körper gesünder sind. Synthetische Inhaltsstoffe sind in der Naturkosmetik tabu. Künstliche Konservierungsstoffe stellen ein besonders hohes Allergie-Risiko dar, obwohl sie eigentlich antibakteriell wirken sollen. Neben den synthetischen Konservierungsstoffen sollte man die künstlichen Duftstoffe der konventionellen Kosmetik nicht unterschätzen. Diese können empfindliche Nasen schnell reizen. In der Naturkosmetik werden nur natürliche Duft- und Farbstoffe verwendet. Als Alternative werden ätherische Öle, Blütenwasser oder Farbpigmente aus Carotin verwendet.

Wenn Sie Lust haben, nehmen Sie sich beim nächsten Einkauf ein paar Minuten mehr Zeit, schauen Sie nach den Alternativen oder informieren Sie sich über die Inhaltsstoffe der Produkte, die Sie verwenden. Schon durch kleine und einfache Veränderungen kann man der Umwelt helfen und so auch täglich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Igelhilfe für den Winter - Wie Sie den kleinen Säugern helfen können

Die biologische Vielfalt und das Klima stehen in einer engen Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Arten- und Naturschutzmaßnahmen tragen auch zum Klimaschutz bei. Allerdings verlieren viele Arten durch die zunehmende Flächenversiegelung und die Zerschneidung der Landschaften ihren Lebensraum und müssen sich zurückziehen. Dies führt wiederum zu einem Ungleichgewicht in den Ökosystemen, was irreparable Schäden und das Verschwinden von Arten zur Folge hat. Auch wenn Sie sich in Hinsicht auf die Klimakrise machtlos fühlen, können Sie klein anfangen und dem heimischen Igel beim Überwintern helfen.

Ein Text von Klimaschutzmanagement-Praktikatin Jennifer Paul

Unser Nachbar der Igel

Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Igelart ist der Braunbrustigel, welcher nach dem Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Art ausgewiesen ist. Durch das Verschwinden von Hecken, Gehölzen und artenreichen Magerwiesen wurde der natürliche Lebensraum des Igels immer kleiner. Als Kulturfolger fand er in Siedlungsbereichen in naturnahen Gärten und Parks einen neuen Lebensraum. Doch auch hier hat der Igel immer häufiger Schwierigkeiten. Vor allem die Zerschneidung seines Lebensraums durch neue Straßen, Zäune und Mauern stellt eine unüberwindbare Barriere für den kleinen Säuger dar. Ein weiteres Problem sind die aufgeräumten Gärten und die zunehmende Flächenversiegelung. Außerdem kommen jährlich hunderttausende Igel aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf den Straßen zu Tode.

Wie Sie dem Igel im Herbst helfen können

Im Oktober beginnen die Igel mit der Suche nach einem Winternest, da sie sich ab November in einen mehrmonatigen Winterschlaf begeben. Je nach Wettergegebenheit schlafen sie bis März, April oder sogar bis in den Mai hinein. Um dem Igel bei der Suche nach einem Winterquartier zu helfen, sollten Laubhaufen im Garten liegen gelassen werden. Am wohlsten fühlen sich die kleinen Tiere in Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub, in Erdmulden sowie unter Hecken. Die Laubhaufen sollten den ganzen Winter liegen gelassen werden. Wer dem Igel zusätzlich helfen möchte, kann ein Igelhäuschen aufstellen. Diese sind in Gartencentern und Baumärkten erwerbbar oder können auch einfach selbst gebaut werden. Die Igelhäuschen können mit natürlichem Nistmaterial wie Laub und Stroh befüllt und sollten von außen durch Zweige oder Blätter bedeckt werden. Als Standort wählen Sie am besten eine schattige und wettergeschützte Ecke mit trockenem Untergrund wie ein Gebüsch oder im Reisig. Der Eingang sollte zur wetterabgewandten Seite ausgerichtet sein.

Wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten

Um den Garten allgemein igelfreundlich zu machen, sollte er so naturnah wie möglich gestaltet und bewirtschaftet werden. Naturelemente wie Hecken, niedriges Buschwerk, Obstbäume, Stauden und Wiesen sind ideal für den Igel. Auf chemische Bekämpfungsmittel und Mineraldünger sollte verzichtet und lieber auf eine schonende und natürliche Bodenbearbeitung und Düngung umgestiegen werden. Auch essenziell sind Unterschlupfmöglichkeiten wie Holzbeigen, Wurzelwerke, Trockenmauern, Kompostmieten, Hecken und Reisighaufen. Um dem Igel eine uneingeschränkte Fortbewegung zu ermöglichen, sollten Zäune und Mauern unterquerbar sein. Damit Kellertreppen, Lichtschächte und Regensammelgefäße nicht zur Falle werden, sollten diese gesichert und abgedeckt sein. Beim Aufräumen und Umsetzen von Holzstapeln sowie dem Abbrennen von Reisighaufen sollte immer kontrolliert werden, ob sich in ihnen ein Igel versteckt. Wie die Vögel freuen sich auch die Igel über eine Wassertränke im Garten, die regelmäßig mit frischem Wasser aufgefüllt wird. Da Mähroboter zur tödlichen Gefahr für die nachtaktiven Igel werden können, sollten diese nachts ausgeschaltet bleiben. Denn anstatt vor den Mähern zu flüchten, rollen sich die Igel zusammen und werden so durch die scharfen Messer verletzt.

Interessantes zum Igel

Der Einzelgänger ernährt sich hauptsächlich von Insekten wie Ohrwürmern, Kellerasseln und Käfern, von Regenwürmern, Schnecken sowie von Kleinvögeln und Vogeleiern. Der bis zu 30 Zentimeter große und bis zu 1.500 Gramm schwere Säuger kann bis zu sieben Jahre alt werden. Zu seinen natürlichen Feinden gehört der Uhu, Dachs, Marder und Fuchs. Bei Gefahr formt sich der Igel zu einer Kugel zusammen. Seine 6.000 bis 8.000 Stacheln schützen ihn hierbei und wehren Feinde ab.

Schon durch kleine und einfache Maßnahmen im Garten kann den kleinen Tieren geholfen werden.

Weitere Informationen zum Igel und wie Sie ihm helfen können finden Sie auf der Homepage des NABU.

Die Wahl ist vorüber. Wie bewerten die Parteien eigentlich den Klimaschutz?

Deutschland hat gewählt. Im Vorhinein zu dieser Wahl wurde immer wieder thematisiert welche zukunfts- und richtungsweisende Wahl, die diesjährige Bundestagswahl sei. Die demokratischen Parteien dieses Landes sind sich außerdem einig: Eine der größten Aufgaben steht vor uns: Den menschengemachten Klimawandel stoppen. Doch welche Partei macht dafür eigentlich wie viel und was genau sind die Klimaschutzziele der Parteien, die sie im Wahlprogramm dargelegt haben? Erreichen wir das 1,5 Grad Ziel, das im Pariser Abkommen ausgegeben wurde?

Antworten liefert eine Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsförderung). In der Studie „Wie viel Klimaneutralität steckt in den Wahlprogrammen?“ vom 09. September 2021 „analysiert die Parteiwahlprogramme zur Bundestagswahl 2021 dahingehend, ob die darin festgehaltenen klimapolitischen Maßnahmen und Vorschläge ausreichen, um die im neuen Klimaschutzgesetz (KSG) festgelegten Emissionsreduktionsziele von minus 65 % im Jahr 2030 im Vergleich zum Ausstoß von Treibhausgasen im Jahr 1990 zu erreichen. Die Analyse beschränkt sich dabei auf die Wahlprogramme der folgenden fünf Parteien: CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen“ (DIW, 2021). Die Studie steht HIER (PDF-Datei) zum Download. Klimaschutzrubrik verlinkt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse vom ZDF finden Sie HIER.

Lesen Sie sich ein – es gibt große Unterschiede!

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