Allgemeines und was so passiert...: Stadt Brackenheim

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Interessantes und Aktuelles Klimaschutz

Hauptbereich

Interessantes und Aktuelles Klimaschutz

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind höchst aktuelle und dynamische Themen. Hier lesen Sie Artikel zu genau diesen Themen. Mal auf Brackenheim bezogen, mal geht der Blick die weite Welt. Von kleinen Tipps, wie man den Verpackungsmüll beim Einkauf reduzieren kann bis zum europäischen Kohleausstieg ist thematisch alles dabei. Klicken Sie sich durch.

Wissenswertes zur Photovoltaik in Gewerbe und Industrie

Immer mehr Unternehmen engagieren sich für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften.  Zahlreiche Handwerks-, Gewerbe- und Industriebetriebe in Baden-Württemberg setzen konkrete Maßnahmen zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes um. Eine gute Möglichkeit mit Mehrfachnutzen ist beispielsweise die Investition in die Photovoltaik (PV). Sie ist die günstigste Stromerzeugungsform in Baden-Württemberg, von der die Unternehmen unmittelbar profitieren können.             

Mit diesem Leitfaden (PDF-Datei) werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie Photovoltaikprojekte in Ihrem Unternehmen realisieren können. Nähre Informationen finden Sie unter www.photovoltaik-bw.de.

Wissenswertes zur Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow

Warum in der Rubrik Klimaschutz in Brackenheim über die Weltklimakonferenz berichtet wird?

Die kommunalen Bemühungen zum Klimaschutz begründen sich auch immer auf den politischen Zielen der Landes- und Bundesregierung. Deren Gesetze fußen wiederum auf den Einigungen, die auf internationaler Ebene getroffen werden. So sind also die Ergebnisse der Weltklimakonferenz auch für uns in Brackenheim wichtig.

Was genau bei der Weltklimakonferenz besprochen wurde, welche Ergebnisse erzielt wurden und welche Kritik es an diesen Beschlüssen gibt, lesen Sie im Text der Klimaschutz-Praktikantin Jennifer Paul.

Allgemeines

Vom 31. Oktober bis zum 12. November fanden sich rund 200 Staaten sowie zahlreiche NGOs und Unternehmen im schottischen Glasgow zur 26. UN- Klimakonferenz „COP 26“ zusammen. In der rund zweiwöchigen Konferenz in Großbritannien sollte über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 verhandelt werden.

Das Pariser Klimaabkommen stellt das erste völkerrechtlich bindende Abkommen dar, in dem sich alle unterzeichnenden Staaten verpflichten, das Klima zu schützen. Der Vertrag sieht vor, dass die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, nach Möglichkeit auf 1,5 Grad, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden soll.

Um das zu erreichen, sollten die Staaten nach fünf Jahren neue Pläne mit ehrgeizigeren Zielen vorlegen. Weil die Konferenz im letzten Jahr pandemiebedingt verschoben werden musste, wurde sie nun im Herbst 2021 nachgeholt.

Ergebnisse

Am Ende der Klimakonferenz einigte sich der UN-Gipfel auf den "Klimapakt von Glasgow". Mit ihm wurde unter anderem das Maximalziel des Pariser Abkommens einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad gestärkt.

1,5 Grad Ziel

Ziel der britischen COP-Präsidentschaft war es, das 1,5- Grad Ziel, welches das Maximalziel des Pariser Klimaabkommens war, in Reichweite zu halten. Im Pariser Abkommen war noch von einer Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst 1,5 Grad die Rede. In Glasgow setzte sich nun die strengere Zielvorgabe durch.

Die COP26-Rahmenentscheidung erkennt an, "dass die Auswirkungen des Klimawandels viel geringer sein werden bei einem Temperaturanstieg um 1,5 Grad verglichen mit zwei Grad" und sagt zu, die "Bemühungen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad fortzusetzen".

Der Aufruf an die Staaten, ihre nationalen Klimaschutzziele (NDC) schneller auf den Prüfstand zu stellen als bislang geplant - statt bis 2025 bereits bis Ende 2022, könnte zu einer Beschleunigung der Klimaschutzanstrengungen beitragen.

Kohleausstieg

Während Kohle und andere fossile Energieträger im Paris-Abkommen noch nicht als Haupttreiber des Klimawandels genannt worden sind, wurden diese nun erstmals in einer COP-Entscheidung als Auslaufmodell erklärt.

Auf Bestreben von China und Indien wurden die Formulierungen mehrfach verwässert und schließlich in letzter Minute weiter abgeschwächt. Statt des Appells an die Staaten, "ihre Bemühungen in Richtung eines Ausstiegs" aus der Kohlenutzung zu beschleunigen, wurde der Aufruf beschlossen, die Staaten sollten die Nutzung von Kohlekraftwerken ohne CO2-Abscheidung "schrittweise verringern".

Bewältigung von Klimaschäden

Die Verhandlungen wurden aufgrund eines Streits über schon lange geforderte Hilfen für die Bewältigung bereits eingetretener Klimaschäden verlängert. Dass der Klimawandel immer größere Schäden anrichte und daher verstärkte Maßnahmen wie Finanzhilfen nötig seien, wird in der Rahmenentscheidung nun anerkannt und die Industrieländer werden zur Unterstützung aufgerufen. Jedoch fehlt es weiterhin an einer Verpflichtung oder einem Mechanismus für die Einzahlung und Verteilung von Geldern.

Auch der Kostenanstieg für die Anpassung an den Klimawandel wurde in Glasgow anerkannt. Aus diesem Grund werden die Industriestaaten aufgefordert, eine Verdopplung ihrer Anpassungshilfen für die Entwicklungsländer bis 2025 vorzunehmen.

Gebrochene Versprechen bei der Klima-Finanzierung

Leider wurde vor den Verhandlungen in Glasgow klar, dass die Industrieländer ihre Zusage nicht eingehalten haben, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar (87,4 Milliarden Euro) für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel bereitzustellen. In den Konferenzbeschlüssen wird bedauert, dass das Ziel verfehlt wurde. Die Industrieländer werden "dringend" aufgefordert, ihre Zusage von jetzt an und über 2025 hinaus einzuhalten.

Kontrolle der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Das Regelbuch für die konkrete Umsetzung des Pariser Abkommens, konnte bei den vorherigen zwei UN-Klimakonferenzen in Madrid und Kattowitz nicht fertiggestellt werden. Nun wurden Vereinbarungen erzielt, in welcher Form und wie oft die Staaten über ihre nationalen Klimaschutzziele im Rahmen des Pariser Abkommens Bericht erstatten müssen. Zu einer Berichterstattung im Fünfjahres-Rhythmus werden sie allerdings nur ermutigt. Auch die besonders umstrittene Umsetzung von Artikel 6 des Paris-Abkommens wurde beschlossen, bei dem Staaten und Unternehmen Klimaschutzmaßnahmen in ärmeren Ländern finanzieren und sich die dadurch entstehenden Emissionseinsparungen gutschreiben.

Kritik

Die Vorsitzende von B'90/Grünen Annalena Baerbock bewertet die Einigung in Glasgow als nicht ausreichend. Zwar sei die Klimabedrohung damit anerkannt, allerdings müssen konkrete Schritte folgen. Die neue Regierung werde den früheren Ausstieg aus der Kohle durchsetzen.

Auch von Seiten des UN- Generalsekretärs António Guterres hagelt es Kritik. Die Gefahr einer Klimakrise sei nicht gebannt und die in den Beschlüssen von Glasgow erzielten Fortschritte seien "nicht genug" und voller "Widersprüche". Die Klimakatastrophe stehe weiter vor der Tür.

Quellen:

  • UN-Klimakonferenz in Glasgow: Die wichtigsten Ergebnisse - ZDFheute
  • Klimapakt steht - UN-Chef: Das reicht nicht - ZDFheute
  • Beginn der Weltklimakonferenz: Wird der Weckruf gehört? - www.tagesschau.de
  • UN-Klimakonferenz im Blog: Glasgow beschließt Klima-Ziele - ZDFheute

Plastikfrei im Badezimmer

Durch die Herstellung von Verpackungen werden täglich viel Energie und Ressourcen wie Erdöl benötigt und CO₂ wird in die Atmosphäre freigesetzt. Außerdem lassen sich die meisten Plastikverpackungen nur schlecht oder gar nicht recyceln und gelangen teilweise in die Umwelt. Im Plastikmüll können sich Tiere verfangen oder verwechseln ihn mit Nahrung, wodurch sie bei gefülltem Magen verhungern. Mit der Zeit zersetzt sich der Müll zu Mikroplastik, das viele weitere Probleme verursacht. Vermeiden wir diese Abfälle, schützen wir die Umwelt und sparen Energie und Ressourcen ein. Dadurch gelangt auch weniger CO2 in die Atmosphäre. So leistet plastikfreies Einkaufen einen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland nimmt stetig zu. Im Jahr 2017 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststoffverpackungen in Deutschland bei rund 38,5 Kilogramm und ist somit deutlich über dem EU-Durchschnitt (32,7 Kilogramm). (Statista) Die Ursachen dafür sind vielfältig. So nutzen wir zum Beispiel zunehmend take-away-Angebote für Speisen und Getränke, essen immer mehr Fertiggerichte und nutzen gerne den Onlinehandel. Durch die Aktion „Brackenheim to go“, bei der Speisen und Getränke bei mitwirkenden Partnern in Mehrwegbehältern abgeholt werden können, hat die Stadt hierfür schon eine Lösung erarbeitet.

Was Sie zuhause tatsächlich tun können, um Müll zu vermeiden, lesen Sie im nachfolgenden Text der Klimaschutzpraktikantin Jennifer Paul.

In vielen Situationen des alltäglichen Lebens fällt Müll an. Diese Müllproduktion ist oft so selbstverständlich, dass es einem gar nicht mehr groß anfällt. Beispielhaft im Badezimmer. Wie lange hält bei Ihnen eine Shampoo- oder Duschgelflasche? 4-5 Wochen? Die Deutschen verbrauchen durchschnittlich zehn Flaschen Shampoo, elf Flaschen Duschgel und 3,7 Packungen Flüssigseife pro Kopf und Jahr. Das ergibt 24,7 Flaschen pro Kopf. Allein in Deutschland sind das hochgerechnet jährlich rund 2 Milliarden Plastikflaschen – nur für die genannten Pflegeprodukte.

Wie stoppen wir den Verpackungswahnsinn?

Dabei ist es gar nicht schwer, den eigenen Plastikverbrauch im Badezimmer zu senken. Zum Glück haben viele Kosmetikhersteller erkannt, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen am Markt immer weiter steigt. Mittlerweile finden wir im Drogeriemarkt ein immer größer werdendes Angebot, zum Beispiel fürs Haare waschen, Eincremen oder Zähneputzen. Diese haben nicht nur den Vorteil unverpackt zu sein, sondern sind oftmals noch ergiebiger und haben Inhaltstoffe natürlichen Ursprungs, welche ohne Mikroplastik oder sonstiger Zusätze sind.

Welche Angebote gibt es?

Von Duschgel kann man beispielsweise auf die klassische Seife umsteigen. Diese finden wir sowohl in der Drogerie als auch in Supermärkten und es gibt eine große Auswahl was Duftrichtung und Inhaltsstoffe angeht. Auch beim Shampoo gibt es immer mehr Alternativen, wobei man ein immer größeres Angebot an festen Shampoos oder Haarseifen hat und so auch zwischen verschiedenen Pflegestufen für die Haare wählen kann. Auch feste Haarspülung finden wir mittlerweile in den Regalen genauso wie feste Bodylotion. Um mit den Haaren vollständig abzuschließen, kann eine Plastikhaarbürste durch eine aus Holz oder Bambus ersetzt werden. Das Zähneputzen kann man ebenso wasteless gestalten, mit Zahnputzpulver oder Zahnputztabletten. Plastikzahnbürsten können durch Bambuszahnbürsten ausgetauscht werden. Ein weiteres Produkt, welches man einfach ersetzten kann ist der Rasierer. Auch wenn man nur die Köpfe mit den Klingen austauscht, fällt trotzdem jedes Mal Müll an. Als Lösung gibt es Rasierhobel. Diese bestehen aus Edelstahl oder aus Bambus und es muss lediglich die Klinge ausgetauscht werden. Das freut auf Dauer auch den Geldbeutel, denn die Klingen sind deutlich günstiger als die Klingenköpfe. Einmal- Wattepads können durch waschbare Wattepads aus Baumwolle eingetauscht werden und so wird auch das Abschminken wasteless. Es gibt auch viele Produkte, die sich einfach selber herstellen lassen. Dazu gehört beispielsweise ein Gesichtspeeling. Die Zutaten Zucker und Olivenöl, die einfach vermischt werden müssen, hat jeder zu Hause.

Wer möchte, kann diese Pflegprodukte auch selbst herstellen. Anleitungen für die Herstellung von plastikfreien Drogerieartikeln wie beispielsweise Deo finden Sie auf www.minimalwaste.de

Neben dem Thema plastikfrei sollten Sie sich auch mit den Inhaltsstoffen Ihrer Kosmetik auseinandersetzen. Es gibt viele Naturkosmetikartikel, welche natürlichen Ursprungs und so auch für Sie und Ihren Körper gesünder sind. Synthetische Inhaltsstoffe sind in der Naturkosmetik tabu. Künstliche Konservierungsstoffe stellen ein besonders hohes Allergie-Risiko dar, obwohl sie eigentlich antibakteriell wirken sollen. Neben den synthetischen Konservierungsstoffen sollte man die künstlichen Duftstoffe der konventionellen Kosmetik nicht unterschätzen. Diese können empfindliche Nasen schnell reizen. In der Naturkosmetik werden nur natürliche Duft- und Farbstoffe verwendet. Als Alternative werden ätherische Öle, Blütenwasser oder Farbpigmente aus Carotin verwendet.

Wenn Sie Lust haben, nehmen Sie sich beim nächsten Einkauf ein paar Minuten mehr Zeit, schauen Sie nach den Alternativen oder informieren Sie sich über die Inhaltsstoffe der Produkte, die Sie verwenden. Schon durch kleine und einfache Veränderungen kann man der Umwelt helfen und so auch täglich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Igelhilfe für den Winter - Wie Sie den kleinen Säugern helfen können

Die biologische Vielfalt und das Klima stehen in einer engen Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Arten- und Naturschutzmaßnahmen tragen auch zum Klimaschutz bei. Allerdings verlieren viele Arten durch die zunehmende Flächenversiegelung und die Zerschneidung der Landschaften ihren Lebensraum und müssen sich zurückziehen. Dies führt wiederum zu einem Ungleichgewicht in den Ökosystemen, was irreparable Schäden und das Verschwinden von Arten zur Folge hat. Auch wenn Sie sich in Hinsicht auf die Klimakrise machtlos fühlen, können Sie klein anfangen und dem heimischen Igel beim Überwintern helfen.

Ein Text von Klimaschutzmanagement-Praktikatin Jennifer Paul

Unser Nachbar der Igel

Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Igelart ist der Braunbrustigel, welcher nach dem Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Art ausgewiesen ist. Durch das Verschwinden von Hecken, Gehölzen und artenreichen Magerwiesen wurde der natürliche Lebensraum des Igels immer kleiner. Als Kulturfolger fand er in Siedlungsbereichen in naturnahen Gärten und Parks einen neuen Lebensraum. Doch auch hier hat der Igel immer häufiger Schwierigkeiten. Vor allem die Zerschneidung seines Lebensraums durch neue Straßen, Zäune und Mauern stellt eine unüberwindbare Barriere für den kleinen Säuger dar. Ein weiteres Problem sind die aufgeräumten Gärten und die zunehmende Flächenversiegelung. Außerdem kommen jährlich hunderttausende Igel aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf den Straßen zu Tode.

Wie Sie dem Igel im Herbst helfen können

Im Oktober beginnen die Igel mit der Suche nach einem Winternest, da sie sich ab November in einen mehrmonatigen Winterschlaf begeben. Je nach Wettergegebenheit schlafen sie bis März, April oder sogar bis in den Mai hinein. Um dem Igel bei der Suche nach einem Winterquartier zu helfen, sollten Laubhaufen im Garten liegen gelassen werden. Am wohlsten fühlen sich die kleinen Tiere in Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub, in Erdmulden sowie unter Hecken. Die Laubhaufen sollten den ganzen Winter liegen gelassen werden. Wer dem Igel zusätzlich helfen möchte, kann ein Igelhäuschen aufstellen. Diese sind in Gartencentern und Baumärkten erwerbbar oder können auch einfach selbst gebaut werden. Die Igelhäuschen können mit natürlichem Nistmaterial wie Laub und Stroh befüllt und sollten von außen durch Zweige oder Blätter bedeckt werden. Als Standort wählen Sie am besten eine schattige und wettergeschützte Ecke mit trockenem Untergrund wie ein Gebüsch oder im Reisig. Der Eingang sollte zur wetterabgewandten Seite ausgerichtet sein.

Wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten

Um den Garten allgemein igelfreundlich zu machen, sollte er so naturnah wie möglich gestaltet und bewirtschaftet werden. Naturelemente wie Hecken, niedriges Buschwerk, Obstbäume, Stauden und Wiesen sind ideal für den Igel. Auf chemische Bekämpfungsmittel und Mineraldünger sollte verzichtet und lieber auf eine schonende und natürliche Bodenbearbeitung und Düngung umgestiegen werden. Auch essenziell sind Unterschlupfmöglichkeiten wie Holzbeigen, Wurzelwerke, Trockenmauern, Kompostmieten, Hecken und Reisighaufen. Um dem Igel eine uneingeschränkte Fortbewegung zu ermöglichen, sollten Zäune und Mauern unterquerbar sein. Damit Kellertreppen, Lichtschächte und Regensammelgefäße nicht zur Falle werden, sollten diese gesichert und abgedeckt sein. Beim Aufräumen und Umsetzen von Holzstapeln sowie dem Abbrennen von Reisighaufen sollte immer kontrolliert werden, ob sich in ihnen ein Igel versteckt. Wie die Vögel freuen sich auch die Igel über eine Wassertränke im Garten, die regelmäßig mit frischem Wasser aufgefüllt wird. Da Mähroboter zur tödlichen Gefahr für die nachtaktiven Igel werden können, sollten diese nachts ausgeschaltet bleiben. Denn anstatt vor den Mähern zu flüchten, rollen sich die Igel zusammen und werden so durch die scharfen Messer verletzt.

Interessantes zum Igel

Der Einzelgänger ernährt sich hauptsächlich von Insekten wie Ohrwürmern, Kellerasseln und Käfern, von Regenwürmern, Schnecken sowie von Kleinvögeln und Vogeleiern. Der bis zu 30 Zentimeter große und bis zu 1.500 Gramm schwere Säuger kann bis zu sieben Jahre alt werden. Zu seinen natürlichen Feinden gehört der Uhu, Dachs, Marder und Fuchs. Bei Gefahr formt sich der Igel zu einer Kugel zusammen. Seine 6.000 bis 8.000 Stacheln schützen ihn hierbei und wehren Feinde ab.

Schon durch kleine und einfache Maßnahmen im Garten kann den kleinen Tieren geholfen werden.

Weitere Informationen zum Igel und wie Sie ihm helfen können finden Sie auf der Homepage des NABU.

Die Wahl ist vorüber. Wie bewerten die Parteien eigentlich den Klimaschutz?

Deutschland hat gewählt. Im Vorhinein zu dieser Wahl wurde immer wieder thematisiert welche zukunfts- und richtungsweisende Wahl, die diesjährige Bundestagswahl sei. Die demokratischen Parteien dieses Landes sind sich außerdem einig: Eine der größten Aufgaben steht vor uns: Den menschengemachten Klimawandel stoppen. Doch welche Partei macht dafür eigentlich wie viel und was genau sind die Klimaschutzziele der Parteien, die sie im Wahlprogramm dargelegt haben? Erreichen wir das 1,5 Grad Ziel, das im Pariser Abkommen ausgegeben wurde?

Antworten liefert eine Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsförderung). In der Studie „Wie viel Klimaneutralität steckt in den Wahlprogrammen?“ vom 09. September 2021 „analysiert die Parteiwahlprogramme zur Bundestagswahl 2021 dahingehend, ob die darin festgehaltenen klimapolitischen Maßnahmen und Vorschläge ausreichen, um die im neuen Klimaschutzgesetz (KSG) festgelegten Emissionsreduktionsziele von minus 65 % im Jahr 2030 im Vergleich zum Ausstoß von Treibhausgasen im Jahr 1990 zu erreichen. Die Analyse beschränkt sich dabei auf die Wahlprogramme der folgenden fünf Parteien: CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen“ (DIW, 2021). Die Studie steht HIER (PDF-Datei) zum Download. Klimaschutzrubrik verlinkt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse vom ZDF finden Sie HIER.

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