KLIMAfair einkaufen: Stadt Brackenheim

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Prima Klima in der Tasche

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Prima Klima in der Tasche

Der Arbeitskreis Klimaschutz beschäftigt sich seit dem Jahr 2016 mit dem Thema Verpackungsmüll. Davon gibt es nicht nur zu viel, der Energieaufwand und die damit verbundenen CO2-Emissionen für die Herstellung sowie Entsorgung von Plastik- und Papierverpackungen sind enorm; ebenso der Verbrauch von Erdöl oder Holz.
Ein Beitrag zum Klimaschutz besteht deshalb darin, Verpackungsmüll soweit wie möglich zu reduzieren. Hier sind nicht nur die Hersteller von Produkten gefragt, auch wir Verbraucher können unseren Beitrag dazu leisten - ohne Komfortverlust.

Dazu hat der Arbeitskreis unter dem Motto "KLIMAfairer Einkauf in Brackenheim - Prima Klima in der Tasche" alle Brackenheimer Einzelhändler (Geschäfte, Hofläden etc.) angesprochen und gefragt, ob sie bei diesem Projekt als Kooperationspartner mitmachen möchten und dazu bereit sind, Frischwaren auch verpackungsfrei an ihre Kunden abzugeben. Die Reaktionen waren sehr positiv. Heute sind 21 Partner bei diesem Projekt dabei.

Die aktuelle Projektdokumentation (Februar 2020) steht Ihnen hier als Download kostenfrei zur Verfügung..  

GANZ FRISCH (05.12.2019): Das Projekt als eine Lösung des Abfallproblems im Film "Wie viele Ressourcen stehen uns zur Verfügung? Nachhaltig leben ...für Dich und die Welt. 

Damit können alle Brackenheimerinnen und Brackenheimer in Geschäften und Läden, die das oben abgebildete Logo PRIMA KLIMA IN DER TASCHE auf der Eingangstür angebracht haben, Frischwaren wie Wurst, Käse, Fleisch, Obst, Gemüse, Mehl, Milch, Brot oder Brötchen auch ohne Verpackung einkaufen. Der Schlüssel liegt im Tablett-System! Dafür müssen die Kunden/innen nur Ihren eigenen Mehrweg-Behälter mit ins Geschäft bringen: Einen Korb, ein Einkaufsnetz, eine Baumwolltasche, eine Flasche oder Frischhalte-Dosen (aus Glas oder Kunststoff).

Aktuelle Kooperationspartner sind in

In allen Geschäften liegen der Flyer KLIMAfairer Einkauf und ein Beiblatt Hygiene-Tipps für Mehrwegsysteme aus; beide können Sie hier bei Bedarf gerne als PDF downloaden.

Natürlich gibt es in Absprache mit dem Veterinäramt des Landkreises entsprechende Empfehlungen/Handlungsanweisungen/Arbeitsanweisungen für die Einzelhändler und ihre Mitarbeiter:innen. Auch diese stehen Ihnen hier zur Auswahl als Download zur Verfügung: Bäcker Brackenheim, Bäcker Schwäbisch Hall, Frischetheke Brackenheim, Frischetheke Schwäbisch Hall.

Das Projekt KLIMAfair (verpackungsarm) einkaufen wurde im April 2018 beim Bundeswettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018" eingereicht - und hat gewonnen! Am 06.12.2018 erfolgte in Berlin die Auszeichnung durch Umweltministerin Svenja Schulze, dotiert ist der Preis in der Kategorie 'Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen (35 Bewerber)' mit 25.000 €, die wiederum in Klimaschutzprojekte investiert werden müssen. Wollen Sie nun noch etwas sehen und hören oder lesen? Gerne:

Viel Erfolg und Freude bei Ihrem nächsten verpackungsfreien Einkauf bei einem unserer Kooperationspartner wünscht Ihnen der Arbeitskreis Klimaschutz, hier vor allem die sieben ausgezeichneten Frauen (siehe Foto).

Ab Juli 2021 ist Schluss mit Einwegplastik

„Trinkhalme, Rührstäbchen für den Kaffee, Einweg-Geschirr aus konventionellem Plastik und aus "Bioplastik" sowie To-go-Becher und Einweg-Behälter aus Styropor sollen verboten werden. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Nach dem Bundestag hat am 6. November auch der Bundesrat zugestimmt.“ Das schreibt die Bundesregierung auf der ihrer Homepage.

Ein echter Paukenschlag und ein klares Bekenntnis zum Umweltschutz.

In der aktuellen Pandemie-Situation feiert die Einwegverpackung ein wahres Comeback. Logisch, schließlich darf ich im Restaurant auch nicht mehr vom Teller essen. Doch muss das so sein? Um das Ganze etwas einzuordnen: Stündlich werden allein rund 320.000 Einweg-Becher in Deutschland verbraucht - davon bis zu 140.000 To-go-Becher, so das Bundesumweltministerium. Die Abfall-Bilanz von Einweggeschirr und To-go-Verpackungen betrug im Jahr 2017 mehr als 346.000 Tonnen, ergab eine Erhebung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Die Menge der Kunststoffabfälle insgesamt stieg laut Umweltbundesamt zwischen 2015 und 2017 um 3,9 Prozent auf 6,15 Millionen Tonnen. Das war bisher Höchststand.

Die Plastikverpackung birgt zwei große Probleme. Zum einen ist das die Herstellung und zum anderen die Entsorgung. Um eine Folie, eine Styroporverpackung oder den Deckel eines To-go-Bechers herzustellen, benötigt man fossile Rohstoffe. Ähnlich wie beim Umschwung in der Mobilität und der Umstellung auf erneuerbare Energien, ist es nur konsequent auch im Bereich des Einwegplastiks auf Alternativen zu setzen. Denn, und das wurde in den letzten Jahren nun mehr als deutlich, die fossilen Energieträger sind endlich und der Ausstoß bei deren Verbrennung sowie die Entsorgung des daraus entstehenden Mülls, ist für den Kampf gegen die Klimakrise nicht unbedingt förderlich. Der Umschwung, der nun eingeleitet werden soll, beschäftigt sich aber hoffentlich nicht mit der Substitution durch einen anderen Rohstoff, sondern sollte das Überdenken des eigenen Handelns fördern, die Mehrwegpfandsysteme ausbauen und nach kreativen sowie innovativen Lösungen zum Ersatz des Einwegplastiks suchen.

In Brackenheim hat man das Problem frühzeitig erkannt und es wurde mit dem Projekt „KLIMAfair Einkaufen“ ein echtes Leuchtturmprojekt gestartet. Nach über zwei Jahren Projektlaufzeit lässt sich sagen: Ja, der Verpackungsmüll in Brackenheim konnte reduziert werden. Auch für das Thema Mehrwegverpackungen in der Gastronomie ist man in Brackenheim bereits um eine Lösung bemüht. Infos hierzu wird es in den nächsten Wochen im Amtsblatt und auf der Homepage zu lesen geben. Besuchen Sie gerne die Homepage der Stadt Brackenheim und informieren Sie sich über das Projekt „KLIMAfair einkaufen“. Alle Informationen und die Stellungnahme der Regierung zum Verbot können auf der Seite der Bundesregierung online nachgelesen werden.

TSG Hoffenheim und DFL Stiftung prämierten Jugendfußballer

Im Projekt "KLIMAfair (verpackungsarm) einkaufen" prämierten die TSG 1899 Hoffenheim und DFL Stiftung das Engagement des Jugendfußballs.

Als Gewinner einer Ausschreibung der TSG 1899 Hoffenheim und der DFL Stiftung durften die Jahrgänge 2008/2009 der Sportfreunde Stockheim mit den Kindern der SGM Cleebronn im Schuljahr 2018/19 an der TSG Fußball AG teilnehmen. Gesucht waren Jugendgruppen und Vereine, die sich sozial oder ökologisch engagieren. Die jungen Sportler unterstützten die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt und setzten sich in einem ganztägigen Klimaschutz-Workshop intensiv mit den Projektinhalten auseinander. Das Engagement der jungen Sportler wurde mit einer besonderen sportlichen Förderung und einem Betrag für die Mannschaftskasse durch die TSG Hoffenheim gewürdigt.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt ist auch der TSG sehr wichtig, wie Sebastian Bracher (Projektleitung der TSG Fußball AG) in einem Statement erläutert: "Im Rahmen der TSG-Fußball-AG unterstützt der TSG AOK Campus der TSG 1899 Hoffenheim aus Überzeugung das Projekt 'KLIMAfairer Einkauf', das von den Fußball-AG-Teilnehmern der SGM Cleebronn operativ und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wird. Neben der Begeisterung für den Fußball, den Sport sowie die Bewegung an sich bildet auch der Aspekt "Nachhaltigkeit" ein Fundament der Projekte, die durch 'KLIMAfairer Einkauf' angestoßen und verfolgt werden. Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt ist der TSG nicht nur im sportlichen und gesundheitlichen Kontext, sondern auch im alltäglichen Leben wichtig."

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