Zu Besuch bei der Ruchser GmbH
Bürgermeister Thomas Csaszar ist es wichtig, sich regelmäßig mit den Unternehmen unserer Stadt auszutauschen. So war er in der vergangenen Woche bei der Ruchser GmbH in der Meimsheimer Bahnhofsstraße zu Gast und besuchte damit ein Unternehmen, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten von einem kleinen Familienbetrieb zu einem bedeutenden Global Player entwickelt hat.
Die 1977 von den Brüdern Werner und Martin Ruchser in Brackenheim gegründete Firma präsentiert sich heute als erfolgreiches Familienunternehmen, das mit rund 40 Mitarbeitern hochwertige Betriebseinrichtungen und Maschinen für den Fensterbau fertigt.
Unter der heutigen Führung von Tobias Ruchser stellt das Unternehmen seit rund 45 Jahren Fensterbaumaschinen her. Aber auch Maschinen zur Produktion, zur Montage sowie zum Transport von Türen und Fassaden gehören zum Portfolio. Der Schwerpunkt des Betriebs liegt zwar auf der Herstellung von Maschinen für Holz- und Kunststofffenster-Hersteller, doch seit einigen Jahren wird auch zunehmend der Metallbau beliefert.
„Sie werden kaum einen Fensterhersteller in Europa finden, bei dem keine Maschine von uns im Einsatz ist“, betont Chef Tobias Ruchser. Selbst in Werken in Israel oder in Australien stehen Maschinen, die in der Meimsheimer Bahnhofsstraße produziert wurden. Dem Kunden stehen dabei rund 500 Grundartikel zur Auswahl zur Verfügung, die in verschiedenen Varianten individuell auf die Bedürfnisse der Interessenten angepasst werden können. Neben Einzelmaschinen plant, fertigt und montiert Ruchser auch komplette Montagelinien. Planung und Konstruktion sind dabei oft Chefsache und werden von Tobias Ruchser verantwortet, die Produktion erfolgt im Meimsheimer Werk. Ein Team zum Aufbau und zur Wartung der Maschinen ist weltweit im Einsatz.
Das Unternehmen kann dabei auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Brüder Martin und Werner Ruchser gründeten das Unternehmen im Jahr 1977. Nachdem man in der Gründungszeit als klassische Schmiede zunächst vorwiegend Gitter und Geländer fertigte, wurden schon wenige Jahre später die ersten Dreh- und Drehkipptische für den Fensterbau entwickelt. Seit 1990 hat Ruchser die Produktpalette um die bereits erwähnten hochwertigen Maschinen für die Fensterproduktion erweitert. Im Jahr 1995 erfolgte schließlich der Umzug von Nordheim nach Meimsheim. Dort stehen dem Betrieb rund 4.500 Quadratmeter Produktionsfläche sowie 600 Quadratmeter Büro- und Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Heute hat Tobias Ruchser als Geschäftsführer die Verantwortung für das Unternehmen übernommen, damit ist die zweite Generation der Familie am Ruder. Er bringt das ideale Rüstzeug für seinen verantwortungsvollen Posten mit. Schließlich absolvierte er zunächst eine Mechaniker-Lehre und bildete sich anschließend zum Maschinenbautechniker weiter. In den elterlichen Betrieb stieg er 2006 ein. „Ich kann Fenster bauen, ich kann Maschinen bauen“, betont er. Genau von diesem umfassenden technischen Verständnis für die Produktionsabläufe profitiert er bei der Unternehmensführung. Zusätzlich bringt er sich als Mitglied des Prüfungsausschusses der Handwerkskammer Heilbronn ein.
„Wir bilden natürlich auch aus“, unterstreicht Tobias Ruchser, auch wenn der Fachkräftemangel zwischenzeitlich leider auch in der Metallbaubranche angekommen ist. Unter anderem sind Ausbildungen zum Elektriker, zum Feinwerk- und zum Konstruktionsmechaniker im Unternehmen möglich.
Als mittelständiger Handwerksbetrieb ist das Unternehmen auch der Nachhaltigkeit verpflichtet. „Auf unseren Dächern erzeugen wir heute mehr Strom als wir selbst benötigen“, berichtet Tobias Ruchser. Ein weiterer Ausbau, insbesondere eine Ergänzung um leistungsstarke Stromspeicher, ist in den kommenden Jahren angedacht.
Bürgermeister Thomas Csaszar wünschte Tobias Ruchser sowie dem gesamten Unternehmen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. „Wir freuen uns, Ihr Unternehmen in unserer Stadt zu haben“, brachte er zum Ausdruck.
