50 Jahre Haus Zabergäu und ein Wechsel in der Hausdirektion
Dem Förderverein Altenheim steht ein ereignisreiches neues Jahr bevor
Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Altenheim Zabergäu/Leintal e.V. am 16. Februar 2026 im „Haus Zabergäu“ kann dessen Vorsitzender Rolf Kieser über viele Aktivitäten im vergangenen Jahr für die 123 Bewohner berichten sowie über das hauseigene Programm, worüber Hausdirektorin Lilli Haldenwanger ausführlich informiert.
Wichtig sei, wie Kieser betont, die „Brücke nach draußen” aufrechtzuerhalten - z. B. mit Oster- und Weihnachtsgeschenken - auch für die 135 Mitarbeiter des Hauses und für die 22 Besuchspaten -, einem weihnachtlichen Musiknachmittag oder Besuchen zu Geburtstagen. Für das Kulturprogramm des Hauses übernimmt der Verein 25 Prozent der Kosten. Als Fazit fügt Kieser schmunzelnd hinzu: „Wir haben uns bemüht, den Vorgaben unserer Satzung gerecht zu werden.“
„Zuwendung ist das Wichtigste”, sagt Irene Böhringer über ihre Arbeit – sie ist seit 15 Jahren Koordinatorin der Besuchspaten -, vor allem für die Bewohner, die kaum Besuch bekämen.
Zu einer Erfolgsgeschichte habe sich mittlerweile die „Shopping-Tour im Haus Zabergäu” entwickelt, die sie mitorganisiert. Im Frühjahr und Herbst können die Bewohner ohne Kaufzwang Kleider der Firma Heege anprobieren, wie im richtigen Kleidergeschäft. Der Aufwand sei für beide Seiten ein Gewinn.
Wenn eine Veranstaltung auch „draußen “ wahrgenommen wird und Aufmerksamkeit erregt - umso besser für den Verein. Denn all diese Aktivitäten kosten ihn jährlich rund 10.000 Euro! Noch könne auf Vermächtnisse vergangener Jahre und hohe Spenden zurückgegriffen werden, sagt Kieser mit Blick auf den Kassenbericht. Nur von den Jahresbeiträgen der Mitglieder wäre das nicht möglich.
Um der kontinuierlichen Abnahme der Mitglieder entgegenzuwirken, denkt der Verein über eine verstärkte Werbung nach. An der Tatsache, dass die Mitgliedschaft kostenlos bleibt, möchte man jedoch nichts ändern. Es bleibt jedem überlassen, ob und wie viel er spendet. Mit der Mitgliedschaft soll auch eine ideelle Verbindung zum Haus Zabergäu gezeigt werden, und die kann ihren Ausdruck z.B. in ehrenamtlicher Arbeit finden.
Zwei wichtige Ereignisse stehen in diesem Jahr bevor: Das Haus Zabergäu, am 16. Juni 1976 eingeweiht, feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Der am 31. Januar 1969 auf Betreiben von Pfarrer Emil Neth gegründete Förderverein unterstützte damals das Haus mit 200.000 DM!
Das zweite - einschneidende - Ereignis: Nach 25 Jahren in Brackenheim wird Hausdirektorin Lilli Haldenwanger in den Ruhestand verabschiedet - am Tag der Jubiläumsfeier am 16. April!
Wie begeht man diesen Tag und welches Geschenk macht der Förderverein dem 50-jährigen Jubilar?
Ein Vorschlag kommt von Sozialdienstleiterin Cynthia Dölker, den Pflegedienstleiterin Annett Grunewald den Anwesenden vorstellt: eine Beteiligung an einem auf dem Gartenareal des Hauses geplanten „Sinnesgartens Zabergäu”, der zur Öffnung des Hauses ins Quartier, zu einem Ort der Begegnung und der Bewegung, zum Beispiel bei gemeinsamer Gartenarbeit, werden könne.
Schließlich findet an diesem Abend auch die alle drei Jahre durchgeführte Wahl statt.
Einstimmig en bloc gewählt setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:
Rolf Kieser, 1. Vorsitzender; Sabine Rotermund, 1. stv. Vorsitzende; Thomas Vogl, 2. stv. Vorsitzender; Stephanie Kings, Schriftführerin; Rudi Schellenbauer, Kassenverwalter; Burkhard Moser, Kassenprüfer; Beisitzer/-innen: Gabriele Hug, Diana Danner, Albrecht Döbler, Dieter Böhringer, Michael Tauch, Carmen Kieninger und Thomas Csaszar.
Helga El-Kothanyi
