Stadt Brackenheim

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
in Brackenheim herrscht Wohnungsnot. Dabei kommt dem Bereich „bezahlbarer Wohnraum“ ein besonderes Gewicht zu. Die Preisentwicklung sowohl im Eigentums- wie auch Mietenbereich erschwert es Haushalten mit mittleren und niedrigen Einkommen zunehmend, geeigneten und familiengerechten Wohnraum zu finden.
 
Damit die Stadt mit ihrem Gemeinderat ihrer Verpflichtung zur Schaffung des dringend benötigten Wohnraums nachkommen kann, müssen aber bebaubare Flächen zur Verfügung stehen. Mit verstärkten Anstrengungen bei der Innenentwicklung konnten wir in den letzten Jahren etwa die Hälfte der leider immer noch viel zu vielen Baulücken schließen. Dennoch appellieren wir an alle Eigentümer, die über ein voll erschlossenes baureifes Baugrundstück verfügen, dieses entweder selbst zu überbauen oder Bauwilligen für die Schaffung des dringend benötigten Wohnraums zur Verfügung zu stellen. Mit dem Stadtentwicklungsplan 2030 haben wir die Priorisierung der Innenentwicklung durch eine bedarfsorientierte Ausweisung von Bauflächen im Außenbereich ergänzt. Für das Zieljahr 2025 sieht der Flächennutzungsplan noch Wohnbauflächen in allen Stadtteilen vor. Allerdings ist schon heute klar, dass eine Umsetzung aller Flächen in diesem Zeitraum nicht möglich sein wird.
 
In einer Sitzung mit dem Schwerpunkt „Wohnbauentwicklung in der Gesamtstadt Brackenheim“ hat sich der Gemeinderat in der vergangenen Woche intensiv mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Beratend zur Seite steht uns das Büro Reschl Stadtentwicklung, das eine Bedarfs- und Strategieentwicklung erarbeiten wird. Die Verwaltung wurde beauftragt, die vorhandenen Planungen für das Baugebiet „Am Schulzentrum III“ weiter zu führen. Parallel hierzu sollen die Baugebiete „Am Schulzentrum I, 1. Erweiterung“, „Hoffeld III Erweiterung“ in Brackenheim und das Baugebiet „Bäumlesgärten“ in Hausen untersucht werden. In zweiter Linie sollen die kleineren Baugebiete „Rosengarten, westliche Erweiterung“ in Haberschlacht, „Schindeiche II“ in Stockheim, „Tannenweg II“ in Neipperg und „Eselswiesen“ in Botenheim sowie das „Krankenhausareal“ untersucht werden.
 
Die Kreisstraße entlang der Neipperger Ortsdurchfahrt soll in diesem Jahr durch den Landkreis Heilbronn als Straßenbaulastträger einen neuen Belag erhalten. Bevor die Arbeiten beginnen, muss die Stadt die Wasserleitungen auf der kompletten Länge der Ortsdurchfahrt sanieren sowie schadhafte Stellen der Abwasserkanäle in Ordnung bringen. Die veranschlagten Baukosten allein für die Wasser- bzw. Abwasserleitungen liegen bei rund 1,2 Mio. €. Die Durchführung dieser Baumaßnahmen wird voraussichtlich zwischen April und November 2019 erfolgen, wobei die Ortsdurchfahrt bei freiem Anliegerverkehr für den Durchgangsverkehr gesperrt werden muss.
 
Am 26. März 2019 wird es im Bürgerzentrum eine Jugendkonferenz im Rahmen des Projektes „Was uns bewegt“ geben. Ziel der Konferenz ist es, Jugendliche vor Ort mit Politiker/innen ins Gespräch zu bringen und ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre Anliegen und Wünsche an die Politik zu diskutieren. Jugendkonferenzen sollen vor allem die Jugendbeteiligung vor Ort stärken. Zudem werden die wichtigsten Themen im Jugendlandtag 2019 gebündelt und weiter diskutiert. Teilnehmen werden an dieser Jugendkonferenz im Bürgerzentrum Schüler/innen der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, Henry-Miller-Schule, Realschule Güglingen und des Zabergäu-Gymnasiums sowie die Abgeordneten des Baden-Württembergischen Landtages aus unserem Wahlkreis.
 
Die Anzahl, der in den Gemeinschaftsunterkünften Wendelstraße 15 und Georg-Kohl-Straße 43 untergebrachten Flüchtlingen ist auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 zurückgegangen. Die in unseren Stadtteilen im Rahmen der Anschlussunterbringung mit Wohnraum versorgten 238 Geflüchteten, werden von unseren Integrationsmanagern und dem Integrationsbeauftragten betreut.
 
Im Jahr seines 70-jährigen Bestehens zelebrierte der Musikverein Brackenheim mit Bläserklasse in Kooperation mit der 3. Klasse der Theodor-Heuss-Schule, Jugendorchester und Stammorchester anlässlich der Winterfeier im Bürgerzentrum ein musikalisches Feuerwerk. Für ihr 60-jähriges aktives Musizieren wurde Sonja Kreuzer als erste Frau innerhalb des Kreisblasmusikerverbandes Heilbronn geehrt.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr
 
Rolf Kieser, Bürgermeister
 

»Wenn ich liebe, werde ich um das reicher was ich liebe.«
 
Friedrich von Schiller