Stadt Brackenheim

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Ihr Bürgermeister informiert

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
Europa kann nur mit noch mehr Gemeinsamkeit gelingen. Die Verfassung unseres Bundeslandes gibt den klaren Auftrag: unser Land in einem vereinten Europa zu gestalten. Über Jahrhunderte hinweg hat uns die Lage inmitten des Kontinents endlose Kriege beschert. Seit Gründung der EU gab es in der europäischen Geschichte noch nie so lange Frieden, Freiheit, Stabilität und Wohlstand. Heute ist die Lage im Herzen Europas ein Segen. Kaum ein Land hat dem europäischen Einigungswerk so viel zu verdanken, wie unseres. Wir sind die innovativste und exportstärkste Region Europas. Die EU hat maßgeblich dazu beigetragen. Dennoch läuft nicht alles rund innerhalb der Europäischen Gemeinschaft mit derzeit 28 Ländern. Aber das ist auch ganz selbstverständlich, denn einfache Lösungen für die vielfältigen Interessen der Menschen in den Mitgliedsstaaten gibt es nicht. Und deshalb gilt es immer wieder, eine Verständigung, die durchaus mit Kompromissen verbunden ist sein darf, anzustreben. Denn, wer an Europa zweifelt, oder wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.
 
Mit einem gemeinsamen Auftreten von über 800 Mitwirkenden nutzten die Vereine und Gruppen auf dem Gelände der Bundesgartenschau Heilbronn am vergangenen Sonntag die Gelegenheit, um auf Deutschlands größte Rotweinlandschaft aufmerksam zu machen. Mit zu den Höhepunkten zählten wohl die „Julius-Chöre“ mit mehr als 160 Stimmen auf der Sparkassenbühne sowie zum Ausklang des Tages das Mitsingprojekt des Zabergäu-Sängerbundes.
 
Um auf eine Evakuierung im Ernstfall vorbereitet zu sein, führte unsere Freiwillige Feuerwehr am Montag, ab 8:30 Uhr, eine unangekündigte Übung im Zabergäu-Gymnasium durch. Die Aufgabe bestand darin, nach Ausbruch eines Feuers Schüler, Lehrerkollegium und Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen. Per Drehleiter musste eine Schulklasse im zweiten Stockwerk des Gebäudes befreit werden.
 
Der weltweit tätige schweizerische Konzern Dätwyler hat die Firma Ott aus Cleebronn übernommen. Am neuen Sitz der Firma im gemeinsamen Industrie- und Gewerbegebiet „Langwiesen“ des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung Zabergäu hatten wir in dieser Woche Gelegenheit, die Geschäftsführer näher kennenzulernen. Die Firma Dätwyler beschäftigt 8.000 Mitarbeiter und ist auf verschiedenen Kontinenten mit 40 % in der Medizin-Technik, 40 % in der Automotive-Technik und 20 % in der freien Industrie als Weltmarktführer unterwegs. Jedes zweite Auto in der Welt fährt mit Dätwyler Produkten. Die Firma rechnet für die Zukunft mit noch weiteren Wachstumsraten vor allem im Bereich der Medizintechnik.
 
Bei einer weiteren Sitzung des Vorstandes im Förderverein Gesundheitsversorgung Zabergäu und Umgebung beschäftigten wir uns mit der Suche nach einem Hals-Nasen-Ohren Arzt für unsere Region. Wie ein Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg ergeben hat, besteht für diesen Fachbereich im Landkreis Heilbronn schon eine Unterversorgung. Wir haben nun ein Beratungsbüro eingeschaltet, das sich auf die Gewinnung von Fachärzten spezialisiert hat. Auch im Ärzteblatt für Baden-Württemberg ist die bis September 2018 von Dr. Brander wahrgenommene HNO-Praxis nochmals ausgeschrieben worden.
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am kommenden Sonntag sind Sie gefragt, wenn Sie über die Zusammensetzung unseres Gemeinderates, des Kreistages und des Europäischen Parlaments entscheiden. Außergewöhnlich viele Wahlberechtigte haben ihre Stimmen bereits über die Briefwahl abgegeben. Bei der Gemeinderatswahl gibt es nach dem 45-jährigen Bestehen unserer Gesamtstadt Brackenheim eine Veränderung. Mit dem Wegfall der unechten Teilortswahl besteht unser Gemeindeparlament nach dieser Wahl nur noch aus 22 Mitgliedern. Darüber hinaus gibt es keine Garantie mehr, dass jeder Stadtteil mindestens mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten ist. 96 Kandidatinnen und Kandidaten haben mit ihrer Bereitschaft signalisiert, dass sie für Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger und damit für unsere Stadt-Gemeinschaft Verantwortung übernehmen wollen. Dies erfordert ein nicht zu unterschätzendes Engagement, eine Menge Zeit im Ehrenamt mit Verzicht auf private Freizeit und auch hin und wieder gute Nerven bei den politischen Diskussionen. Für diese Bereitschaft sollten wir dankbar sein. Das Mindeste, was wir dafür tun können, ist: am Sonntag zur Wahl zu gehen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr
 
 
Rolf Kieser, Bürgermeister


 
 
„Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst.“
 
Konrad Adenauer