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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
der Wohnraummangel war das zentrale Thema beim Kommunalforum „WohnRaum neu denken“ der Sparkassen-Finanzgruppe in Baden-Baden. Bürgermeister, Architekten und Verbände diskutierten, wie mehr gebaut werden kann. In ihrem Redebeitrag kündigte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die Förderlinie „Wohnungsbau BW – Kommunal“ an. Damit unterstützt das Land Kommunen beim Aufbau eines kommunalen Mietwohnungsbestandes. Aber, die schnelle Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum ist nur möglich, wenn den Kommunen mehr Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Ohne die Bereitschaft der privaten Grundstückseigentümer sind alle Bemühungen vergebens.
 
Bei der Mitgliederversammlung des Gemeindetages Baden-Württemberg in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) beklagte Präsident Roger Kehle, dass die Kommunen bei ihren anstehenden Haushaltsberatungen keine Klarheit darüber hätten, in welcher Höhe das Land seiner Finanzierungsverantwortung gegenüber den Städten und Gemeinden nachkomme. Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnte in seiner Rede vor den Folgen des Artenschutz-Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ und lehnte diese Initiative zum Bienenschutz strikt ab. Das Volksbegehren habe zwar ein richtiges Anliegen, der umstrittene § 34 des Gesetzentwurfes der Initiatoren, der ein Pauschalverbot von Pestiziden in Schutzgebieten fordert, sei aber in seiner jetzigen Form inakzeptabel, so Ministerpräsident Kretschmann.
 
In der Aula der Hochschule für Technik Stuttgart verfolgte ich beim „Tag der Infrastruktur“ die Redebeiträge zum Thema „Elektromobilität – Auswirkungen auf die Infrastruktur“. Dabei wurden Fragen aufgeworfen wie: Ist die Mobilität der Zukunft elektrisch? Halten die Netze den neuen Herausforderungen stand? Wie bereiten sich Kommunen auf die Elektromobilitätswelle vor? Um bis zum Jahr 2030 in Baden-Württemberg den CO² Ausstoß um 40 % zu reduzieren, führt für Verkehrsminister Winfried Hermann kein Weg an der Elektromobilität vorbei. Jedes dritte Auto sollte bis dahin klimaneutral unterwegs sein und jede dritte Tonne sollte klimaneutral transportiert werden. Und jeder Einzelne ist gefordert, jeden zweiten Weg selbst aktiv mit Rad, Tretroller, E-Scooter oder zu Fuß zurück zu legen.
 
Abgeordnete, Landrat, Dekanin und Bürgermeisterkollegen unterstützten uns am vergangenen Samstag bei der Weinlese. Die prominente Lesemannschaft befreite im Weinberg von Biowinzer Reiner Döbler die pilzresistente Premiumsorte Cabernet Franc vom Stock. Die Mitarbeit bei der Traubenlese gibt auch Gelegenheit zum Informationsaustausch über den Jahrgang 2019. Hierzu berichtete der neue Vorstandsvorsitzende der Weingärtner Stromberg-Zabergäu Jürgen Conz von einer guten Qualität des aktuellen Jahrgangs, der allerdings in der Menge um bis zu 25 % geringer als sonst ausfällt. Ähnliches gilt übrigens auch für die renommierten Weinnationen wie Italien, Spanien oder Frankreich, wo sich die Verluste gegenüber dem Vorjahr auf annähernd 20 % belaufen. Dafür haben unsere Weine etwas mehr Säure, wodurch sich frischere und spritzigere Weißweine mit einem moderaten Alkoholgehalt ergeben. Sehr zu schaffen macht unseren Wengertern der rückläufige Konsum. Gegenüber dem Vorjahr haben die Deutschen wieder 3,3 % weniger Wein nachgefragt. Der Absatz ist damit zum zwölften Mal in Folge gesunken. Allerdings nur, was die Menge betrifft, denn die Deutschen haben trotzdem mehr Geld für den Wein ausgegeben, um 0,7 % mehr als im Jahr zuvor. Dies trifft verstärkt auf deutsche Tropfen zu: hier war der Gewinn um 1,4 % höher.
 
Mit einem Chor von über 80 Stimmen, unterstützt vom Orchester Camerata Juvenalis vermittelte der „Madrigalchor Vollmer“ und der „Sängerkranz Bietigheim“ am Samstagabend im Bürgerzentrum ein monumentales Klangerlebnis. Das anspruchsvolle Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven, Charles Gounod und Camille Saint-Saëns hätte durchaus mehr Besucher verdient.
 
37 Jahre stand das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die Abteilung Dürrenzimmern unserer Freiwilligen Feuerwehr bei Einsätzen zur Verfügung. Vor großer Kulisse konnten wir am Sonntag unserer Abteilung Dürrenzimmern ein neues mittleres Löschfahrzeug (MLF) übergeben. Die zeitgemäße Ausstattung von Fahrzeugen und Geräten aller acht Abteilungen unterstreicht das klare Bekenntnis für eine dezentrale Feuerwehrorganisation. Mein Dank gilt allen Feuerwehrangehörigen für ihren ehrenamtlichen Einsatz rund um die Uhr für die Sicherheit unserer Bevölkerung.
 
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres mit 125-Jahre CVJM und 100-Jahre Posaunenchor Meimsheim gab es am Sonntagabend ein beindruckendes Blechbläserkonzert in der Martinskirche mit dem Schwäbischen Posaunendienst.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr
 
 
Rolf Kieser, Bürgermeister
 
 
„Der Herbst ist ein zweiter Frühling,
wo jedes Blatt zur Blüte wird.“
 
Albert Camus