Stadt Brackenheim

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
die Integration, nicht nur von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft, ist innerhalb der Stadtverwaltung zu einem größeren Betätigungsfeld angewachsen. Nach aktuellem Stand leben knapp 400 Geflüchtete in unserer Gesamtstadt. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 2,5 %. Im Vergleich zur Stadt Heilbronn sind es dort 1 % und in der Landeshauptstadt Stuttgart 2 %. In Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen im Integrationskreis sowie vieler bürgerschaftlich Engagierten unterhält die Stadt Brackenheim mit einer Integrationsbeauftragen und zwei Integrationsmanagern inzwischen drei Vollzeitstellen. Die Stelle der Integrationsbeauftragten wird vom Land Baden-Württemberg teilweise und die Stellen der Integrationsmanager zu 100 % gefördert. Darüber hinaus gewährt das Land Zuschüsse für die 232 geflüchteten Personen, die sich im Rahmen der Anschlussunterbringung in unseren 8 Stadtteilen aufhalten. Von Beginn an verfolgten wir bei der Wohnraumversorgung die Strategie einer dezentralen Unterbringung. Für eine gelingende Integration versprechen wir uns damit einen größeren Erfolg als bei einer konzentrierten Unterbringung z. B. in einem Wohnheim, dessen Standortfindung auch immer wieder mit Schwierigkeiten verbunden wäre. Von den 232 Personen in der Anschlussunterbringung leben 150 Personen in Privatmietverhältnissen, 59 in Untermietverhältnissen und 33 Personen in Obdachlosenunterkünften. Allein von der Stadt sind damit 82 Personen untergebracht. Nicht wenige Geflüchtete haben in der Zwischenzeit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wie z. B. in der Altenpflege, Gastronomie oder in Handwerksberufen aufgenommen.
 
Eine zusätzliche Vollzeitstelle hat der Gemeinderat für die Beschäftigung eines Flächenmanagers bewilligt. Das Aufgabengebiet für das Flächenmanagement ist sehr stark auf Maßnahmen zur Innenentwicklung und damit für einen flächenschonenden Wohnungsbau konzentriert. Außerdem erstreckt sich diese Tätigkeit auf die Bau- und Verkaufsberatung sowie das Leerstandsmanagement.
 
Eine weitere halbe Stelle ist für die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie und Nachhaltigkeit in Bezug auf den zentralen Dienstbetrieb (z. B. nachhaltige Beschaffung, Qualifizierung und Beschaffung nach Standards, effizientes Abfallmanagement in der Verwaltung und den Außenstellen) geschaffen worden. Mit der weiter voranschreitenden Digitalisierung wollen wir unseren Bürgern einen Mehrwert für ihre Kontakte mit dem Rathaus verschaffen.
 
Als einzige Kommune der 46 Städte und Gemeinden im Landkreis Heilbronn beschäftigt die Stadt Brackenheim einen Klimaschutzmanager mit einem Stellenumfang von 100 %. Die Entscheidung, ob darüber hinaus eine zusätzliche Stelle für einen Umweltbeauftragten geschaffen werden soll, hat der Gemeinderat zunächst zurückgestellt. Noch nicht in seiner ganzen Breite ist die Tätigkeit unseres Bauhofes für den Arten- und Pflanzenschutz bekannt. Für die biologische Vielfalt, insbesondere für eine ökologisch sinnvolle Bepflanzung von Grünstreifen, Verkehrsinseln und weiteren Einrichtungen nimmt seit vielen Jahren unser städtischer Bauhof eine Vorreiterrolle ein.
 
Die Kulturregion HeilbronnerLand veranstaltet in diesem Jahr die Reihe „Pflanzkultur – was blüht und wächst bei uns!“. Der Obst- und Gartenbauverein Hausen informierte dazu bereits Anfang des Monats über das Kräuterbuch des Hausener Pfarrers Dr. Friedrich Losch. Welchem ständigen Wandel die Anbaumethoden und -sorten unterworfen sind, vermittelt am Sonntag der Obst- und Gartenbauverein Brackenheim zum Thema „Obstbau in Brackenheim gestern und heute“.
 
Mit einer Vernissage zur Ausstellung „Metamorphosen“ umrahmte der Naturpark Stromberg-Heuchelberg die Feierstunde zum 10-jährigen Jubiläum des Naturparkzentrums in Zaberfeld. Dank des besonderen investiven Engagements der Gemeinde Zaberfeld konnte das Naturparkzentrum für die Mitgliedsstädte aus gleich fünf Landkreisen seinerzeit an der Ehmetsklinge realisiert werden. Die attraktive Sonderausstellung begleitet das große Projekt „Blühender Naturpark“, bei dem es eben darum geht, den Lebensraum der Insekten im Naturpark zu erhalten und die Bevölkerung für die Lebenswelt der Insekten zu sensibilisieren.
 
Sehr herzlich einladen möchte ich Sie zu einer weiteren Auflage von „Natur + Wein – wandern und genießen in der größten Weinbaugemeinde Württembergs“ vom 22. – 24. Juni 2019 in den Weinbergen zwischen Dürrenzimmern und Neipperg, zwischen Mönchsbergsee und Burg Neipperg. Eine ideale Gelegenheit, um in der freien Landschaft zu genießen und zusätzlich für unsere qualitätsvollen Weine die Werbetrommel zu rühren.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr
 
Rolf Kieser, Bürgermeister
 
 
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Hypatia