Stadt Brackenheim

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
„Ein Leben ohne Ehrenamt ist möglich, aber sinnlos.“ Wenn man sich vor Augen führt, in wieviel Bereichen unsere Gemeinschaft auf das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist, wird uns bewusst: das Ehrenamt ist das Fundament, auf dem unser Gemeinwesen steht. Sportvereine, Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, Begleitung von geflüchteten Menschen, Mensa, Kirchengemeinden, Klimaschutz, kultureller Bereich und natürlich auch im Gemeinderat – überall geht nichts ohne das Ehrenamt.
 
Bereits zum 25. Mal bedankten wir uns mit dem „Tag des Ehrenamts“ bei unseren bürgerschaftlich Engagierten, beim Rückgrat unserer Gesellschaft, bei den Motoren unserer Gesamtstadt. Es beeindruckt immer wieder, wie Menschen uneigennützig die Ärmel hochkrempeln und sich für unsere Gemeinschaft einbringen. Für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit an vorderster Front durften wir beim „Tag des Ehrenamtes“ am vergangenen Freitag im Bürgerzentrum wieder mehrere Personen mit den Verdienstmedaillen der Stadt in Bronze, Silber und Gold auszeichnen.
 
Mein Dank geht ebenso an die etwas mehr als 100 Mitwirkenden bei unserem jährlichen Landschaftspflegetag, den wir am vergangenen Samstag mit Unterstützung vieler Vereine aus dem Stadtgebiet durchführten. Eine gute Gelegenheit, sich für die Pflege unserer vielfältigen Kulturlandschaft einzusetzen und dabei seine Sensibilität für die Tier- und Pflanzenwelt und genauso für eine saubere Umwelt zu erhöhen. Neben Obst- und Gartenbauvereinen, Kulturkreis und landwirtschaftlichen Ortsvereinen beteiligten sich, was außenstehende Betrachter nicht unbedingt erwarten, auch wieder Mietglieder von Sportvereinen bei diesem Landschaftspflegetag.
 
Durch die „Schwäbisch-Alemannischen Fasnet“ pflegt die 1. Fasnetzunft Brackenheim mit dem Thema „Weiberzeche“ ein Brauchtum aus dem 18. Jahrhundert. Seit seiner Gründung zählt der Verein zu den Aktivposten unserer Stadt, ein zuverlässiger Partner, der Absprachen einhält und auf den man sich verlassen kann. Der Umzug mit über 1.500 Hästräger aus ganz Baden-Württemberg lockte am vergangenen Samstag wieder mehrere Tausend Besucher in unsere historische Altstadt.
 
Den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die beim Ausschank den Verein „Weinkultur am Mönchsbergsee“ das ganze Jahr über unterstützen, dankten wir am Samstagabend in der vollbesetzten Gemeindehalle Dürrenzimmern. Auch von den vielen Besuchern wird der ehrenamtliche Einsatz besonders geschätzt. Mit dieser Einrichtung am Dürrenzimmerner Mönchsbergsee leistet der Verein einen beispielhaften Beitrag zur Unterstützung unseres heimischen Weinbaus. Beeindruckend ist die Tatsache, wie es die Verantwortlichen um das Ehepaar Karin und Walter Schneider verstanden haben, Mitglieder und weitere Kräfte auch außerhalb unserer Gesamtstadt für die Mitarbeit zu gewinnen. Dabei stellt sich gerade in der heutigen Zeit die Frage, warum nicht noch mehr Wengerter, die ja vom Weinbau leben, dieser, für die wichtige Weinvermarktung tätigen Initiative, angehören?
 
Auf Einladung des Ministers der Justiz und Europa sowie für den Tourismus, Guido Wolf, besuchte ich den Tourismustag bei der CMT Stuttgart. „Die meisten Menschen jagen so sehr dem Genuss nach, dass sie an ihm vorbeilaufen“ – diese Aussage des dänischen Philosophen Søren Kierkegaard aus dem 19. Jahrhundert scheint an Aktualität nicht verloren zu haben. Sei es ein erfrischender Spaziergang durch idyllische Landschaften, die Behaglichkeit und Ruhe eines entspannten Urlaubstages, die kulinarische Verwöhnung durch ein Gericht – die Möglichkeiten, „Genuss“ zu definieren, sind so vielfältig und individuell, wie die Genussmomente selbst. Der Tourismus ist in Baden-Württemberg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Branche setzt im Land rd. 25 Milliarden € /Jahr um und sichert rechnerisch knapp 400.000 Arbeitsplätze. Diese Chance gilt es auch für die größte Rotweinregion in Deutschland zu nutzen, die entsprechende Infrastruktur zu schaffen und die Gäste auch mit dem Produkt Wein in Verbindung zu bringen. Insofern ist es von Vorteil, dass wir uns von Zaberfeld bis Neckarwestheim durch interkommunale Zusammenarbeit im „Neckar-Zaber Tourismus“ zusammengefunden haben und durch die Dachorganisationen wie „HeilbronnerLand“ oder „Kraichgau-Stromberg Tourismus“ Unterstützung erfahren.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr
 
 
 
Rolf Kieser, Bürgermeister
 
„Hartnäckig weiter fließt die Zeit,
die Zukunft wird Vergangenheit.
Aus einem großen Reservoir
ins andre rieselt Jahr um Jahr.“
 
Wilhelm Busch