CO2-Minderung: Stadt Brackenheim

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Was bedeutet Klimaschutz konkret?

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Was bedeutet Klimaschutz konkret?

Das Klima zu schützen bedeutet, den Ausstoß von klimaschädigenden Treibhausgasen zu verringern und/oder zu vermeiden. Die wichtigsten Energieträger und ihr CO2-Anteil am zusätzlichen Treibhauseffekt in Gramm (g) Kohlendioxid (CO2) je verbrauchter Kilowattstunde (kWh):

Energieträger und ihr CO2-Ausstoß

  • Strommix Deutschland: 505 g/kWh
  • Heizöl: 310 g/kWh
  • Erdgas: 231 g/kWh
  • Flüssiggas: 295 g/kWh
  • Pellets: 17 g/kWh
  • Holzhackschnitzel: 15 g/kWh
  • Scheitholz: 13 g/kWh

Quelle: IWU Institut Wohnen und Umwelt (Kumulierter Energieaufwand und CO2-Emissionsfaktoren (26.02.2020) sowie GEMIS - Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme

Im Jahr 2018 setzte sich die Bruttostromerzeugung zu 65 % aus fossilen Energieträgern (u.a. 11,8 % aus Atomstrom, 13,5 aus Gas- und Heizölkraftwerken und 35,6 % aus Braun- und Steinkohlekraftwerken) und zu 35 % aus erneuerbaren Energien (u.a. Windkraft- und Photovoltaikanlagen) zusammen (Quelle UBA). Man spricht vom sogenanntem Bundeskraftwerkemix zur Stromerzeugung, der vor dem Hintergrund des "Erneuerbaren-Energien-Ausbaus" derzeit großen und langfristigen Veränderungen unterworfen ist. Für die Strombereitstellung in diesem System (Strommix Deutschland) entstehen für jede kWh, die Sie verbrauchen, durchschnittlich 505 g oder 0,505 kg CO2. Damit trägt der Stromverbrauch mit Abstand am meisten zum Treibhauseffekt bei, während der Verbrauch von Holz nur äußerst geringe CO2-Emissionen nach sich zieht.

In der Atmosphäre unserer Erde ist eine gewissen Menge an Treibhausgasen lebensnotwendig. Die Atmosphäre schützt damit die Erde wie das Glas eines Gärtnerei-Treibhauses vor einer lebensbedrohlichen Abkühlung. Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und andere Gase verhindern die zu rasche Abstrahlung der Wärme von der Erde ins All und sorgen so für ein ausgewogenes Klima. Man spricht vom natürlichen Treibhauseffekt.

Zu viel Klimagase, z.B. durch die Verbrennung von Kohle in den Kraftwerken, durch die Nutzung von Heizöl oder Erdgas in den Heizungen oder den Verbrauch von Benzin und Diesel in den Kraftfahrzeugen oder Kerosin in Flugzeugen, machen aus dem natürlichen einen künstlich verstärkten Treibhauseffekt. Man spricht vom anthropogenen (vom Menschen gemachten) Treibhauseffekt. Die Gefahr besteht aktuell nicht in der Auskühlung, sondern in der Überhitzung unserer Erde. Wissenschaftler warnen deshalb schon mehr als 30 Jahre vor einer "Klimakatastrophe".

Die wesentlichen Treibhausgase und ihr Anteil am anthropogenen Treibhauseffekt:

Treibhausgasca.hauptsächliche Entstehung
Kohlendioxid (CO2)60 %Verbrennung von Kohle, Öl, Gas, Brandrodung von Wäldern
Methan (CH4)20 %Viehzucht, Reisanbau, (Mülldeponien)
Lachgas (N2O)6 %Düngung, chemische Prozesse
Kohlenwasserstoffe10 %Industrielle Herstellung, Treibgas, Kälte- und Feuerlöschmittel 

Es wird deutlich, dass neben dem Energiebereich auch der Ernährungsbereich eine wichtige Rolle bei der Erderwärmung spielt.

Die Folgen der Erwärmung spüren wir jedenfalls längst: Im Winter treten ungewöhnliche Frühlingstemperaturen auf, Starkregenfälle führen zu wiederkehrenden Hochwasserkatastrophen, gehäuft zu verzeichnende Orkane verwüsten nicht nur unsere Wälder, die Schneefallgrenzen steigen und die Permafrostböden in den Alpen tauen. Und nicht zuletzt gibt es ständig neue Temperaturrekorde: "2016 war global gesehen bisher das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen! Direkt danach folgen die Jahre 2019, 2015, 2017 und 2018!"

Klimaschutz bedeutet also ganz konkret, den Ausstoß an Treibhausgasen stark zu reduzieren oder sogar zu vermeiden, lokal vor Ort aber auch global.

Dazu gibt es mehrere Ansätze, die in den folgenden Rubriken näher erläutert werden - und um die sich die Arbeit des Klimaschutzmanagers dreht.

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