Stadt Brackenheim

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CO2-Minderung

Bildquelle: Fotowettbewerb 2015 "Windkraft statt Kohle" von Dorothea Scheyhing

Was bedeutet Klimaschutz konkret?

Das Klima zu schützen bedeutet, den Ausstoß von klimaschädigenden Treibhausgasen zu verringern und/oder zu vermeiden. Die wichtigsten Energieträger und ihr CO2-Anteil am zusätzlichen Treibhauseffekt in Gramm (g) Kohlendioxid (CO2) je verbrauchter Kilowattstunde (kWh):

Energieträger und ihr CO2-Ausstoß

  • Strommix Deutschland: 606 g/kWh
  • Heizöl: 319 g/kWh
  • Erdgas: 247 g/kWh
  • Flüssiggas: 269 g/kWh
  • Pellets: 27 g/kWh
  • Holzhackschnitzel: 21 g/kWh
  • Scheitholz: 15 g/kWh

Quelle: GEMIS - Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme Version 9

Im Jahr 2013 setzte sich die Bruttostromerzeugung laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. zu 15,4 % aus Atomstrom, zu 56 % aus fossilen Energieträgern (allein 45,5 % aus Braun- und Steinkohlekraftwerken), zu 23,4 % aus erneuerbaren Energien und zu 5,2 % aus sonstigen Energiequellen zusammen. Man spricht vom sogenanntem Bundeskraftwerkemix zur Stromerzeugung, der vor dem Hintergrund des "Erneuerbaren-Energien-Ausbaus" derzeit großen und langfristigen Veränderungen unterworfen ist. Für die Strombereitstellung in diesem System entstehen für jede kWh, die Sie verbrauchen, durchschnittlich 606 g oder 0,606 kg CO2. Damit trägt der Stromverbrauch mit Abstand am meisten zum Treibhauseffekt bei, während der Verbrauch von Holz nur geringe CO2-Emissionen nach sich zieht.

In der Atmosphäre unserer Erde ist eine gewissen Menge an Treibhausgasen lebensnotwendig. Die Atmosphäre schützt damit die Erde wie das Glas eines Gärtnerei-Treibhauses vor einer lebensbedrohlichen Abkühlung. Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und andere Gase verhindern die zu rasche Abstrahlung der Wärme von der Erde ins All und sorgen so für ein ausgewogenes Klima. Man spricht vom natürlichen Treibhauseffekt.

Zu viel Klimagase, z.B. durch die Verbrennung von Kohle in den Kraftwerken, durch die Nutzung von Heizöl oder Erdgas in den Heizungen oder den Verbrauch von Benzin und Diesel in den Kraftfahrzeugen, machen aus dem natürlichen einen künstlich verstärkten Treibhauseffekt. Man spricht vom anthropogenen (vom Menschen gemachten) Treibhauseffekt. Die Gefahr besteht aktuell nicht in der Auskühlung, sondern in der Überhitzung unserer Erde. Wissenschaftler warnen deshalb schon lange vor einer "Klimakatastrophe".

Die wesentlichen Treibhausgase und ihr Anteil am anthropogenen Treibhauseffekt:

Treibhausgasca.hauptsächliche Entstehung
Kohlendioxid (CO2)60 %Verbrennung von Kohle, Öl, Gas, Brandrodung von Wäldern
Methan (CH4)20 %Viehzucht, Reisanbau, (Mülldeponien)
Lachgas (N2O)6 %Düngung, chemische Prozesse
Kohlenwasserstoffe10 %Industrielle Herstellung, Treibgas, Kälte- und Feuerlöschmittel 

Es wird deutlich, dass neben dem Energiebereich auch der Ernährungsbereich eine wichtige Rolle bei der Erderwärmung spielt.

Die Folgen der Erwärmung spüren wir jedenfalls längst: Im Winter treten ungewöhnliche Frühlingstemperaturen auf, Starkregenfälle führen zu wiederkehrenden Hochwasserkatastrophen, gehäuft zu verzeichnende Orkane verwüsten nicht nur unsere Wälder, die Schneefallgrenzen steigen und die Permafrostböden in den Alpen tauen.

Und nicht zuletzt gibt es ständig neue Temperaturrekorde: "2014 bisher das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen!" oder "Welch ein Sommer, welch eine Hitze! Laut US-Klimabehörde NOAA war der Juni 2015 weltweit der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,3°C und damit knapp 1°C über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts. Auch das gesamte erste Halbjahr lag deutlich über dem Durchschnitt. Mit plus 0,85°C im Mittel ist die Zeit von Januar bis Juni 2015 global ebenfalls die wärmste seit den Aufzeichnungen. Und in Deutschland brachte der Juli neue Rekorde mit über 40°C im Schatten."

Klimaschutz bedeutet also ganz konkret, den Ausstoß an Treibhausgasen stark zu reduzieren oder sogar zu vermeiden, lokal vor Ort aber auch global.

Dazu gibt es mehrere Ansätze, die in den folgenden Rubriken näher erläutert werden - und um die sich die Arbeit des Klimaschutzmanagers dreht.

Förderung durch die Nationale Klimaschutz Initiative des BMUB

Logo des Bundesumweltministeriums
Logo des Bundesumweltministeriums

Die Stelle des Klimaschutzmanagers wird als Vollzeitstelle durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert unter dem Titel: „KSI: Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement zur fachlich-inhaltlichen Unterstützung der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts der Stadt Brackenheim".
Förderkennzeichen 03K01472 - Bewilligungszeitraum 01.04.2015 bis 31.03.2018.

Logo Projektträger Jülich
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Verantwortlich für die administrative Abwicklung der Förderung sowie die weitere Betreuung eines Fördervorhabens ist der Projektträger Jülich (PtJ) mit Sitz in Berlin.