Stadt Brackenheim

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Weinhistorie

Brackenheimer Weinhistorie

Die ersten urkundlichen Nachrichten über Weinberge im heutigen Stadtgebiet stammen aus den Überlieferungen der Klöster. So kommen bei einem Austausch von Gütern und Rechten zwischen dem Bischof Arno von Worms und dem Grafen Burkhard zwischen 950 und 976 Weinberge zu Dürrenzimmern und Stockheim vor. Im 12. Jahrhundert wurden in einer Schenkungsurkunde Weinberge in Botenheim und 1285 in Neipperg erwähnt. Der früheste urkundliche Hinweis auf den Weinbau in der Kernstadt Brackenheim stammt aus dem Jahr 1289, als Erkinger von Magenheim Weinberge dem Kloster Bebenhausen schenkte. Gefördert durch die Klöster, die für den Gottesdienst für reiche und arme Gäste größeren Mengen Wein bedurften, blühte der Weinbau bereits zurzeit Otto I. (936 - 973) in ganz Süddeutschland. Der Wein wurde an die Klöster in Bayern und Österreich verkauft. Einzelne Sorten, so die Traminerweine aus Stockheim und der Muskatteller aus Brackenheim, der im 16. Jahrhundert gar an der Tafel Ferdinands von Österreich in Wien getrunken wurde, waren sehr begehrt. Wenngleich Anbaumethoden, Sorten und Keltertechnik in nahezu 100 Jahren großen Veränderungen unterworfen waren, so hat der Weinbau für die Stadt und ihre Bewohner bis in die heutige Zeit seine Bedeutung behalten.