Stadt Brackenheim

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Elektroautos mit E-Kennzeichen parken in Brackenheim ab sofort kostenfrei!

07.04.2016

Besitzer von Elektroautos parken in Brackenheim an gebührenpflichtigen Parkplätzen kostenfrei - müssen also keinen Parkschein ziehen - wenn sie ein E-Kennzeichen haben. Das erkennt sofort jeder Ordnungshüter und verzichtet auf ein "Knöllchen".

Grundlage dafür ist das Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge (Elektromobilitätsgesetz - EmoG) vom 5. Juni 2015. Neben den 100 % elektrisch betriebenen Autos können auch Hybridfahrzeuge (Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor) dieses Kennzeichen beantragen, wenn sie gemäß § 3 EmoG weniger als 50 g/km Kohlendioxid-Emissionen verursachen oder mindestens eine Elektroreichweite von 40 km haben.

Sollte Ihr Fahrzeug vor Juni 2015 zugelassen worden sein, haben Sie natürlich noch kein großes E am Ende des Kennzeichens (vergleichbar mit dem H für Oldtimer). Deshalb - um kostenfrei in Brackenheim oder z.B. auch in Stuttgart parken zu können, müssen Sie sich bei der Kfz-Zulassungsstelle beim Landratsamt Heilbronn ein neues Kennzeichen besorgen. Die Kosten für diese Kennzeichenänderung betragen ca. 40 €.

Übrigens: Lassen Sie sich nicht von Mitarbeitern dort erzählen, dass es sich dabei um eine aufwändige und teure technische Änderung handele. Das ist falsch. Für die Kennzeichenänderung bringen Sie Kfz-Brief, Kfz-Schein, Versicherungsnachweis und die "alten" Kennzeichen mit. Also lassen Sie sich nicht abwimmeln, sondern bestehen Sie einfach nur auf einem neuen Kennzeichen, falls Sie ab sofort kostenfrei parken wollen (dort, wo das Parken durch Parkscheiben zeitlich begrenzt ist, gelten für Sie allerdings die gleichen Regeln wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer). Allzeit gute Fahrt!

Brackenheim ist Mitglied im Klima-Bündnis

Klima-Bündnis
Logo Klima-Bündnis

03.02.2016

Seit 25 Jahren steht das Klima-Bündnis (www.klimabuendnis.org) für einen ganzheitlichen Ansatz im Klimaschutz. Mit ihrem Beitritt zum Klima-Bündnis haben sich die weltweit mehr als 1.700 Mitglieds-Kommunen verpflichtet, ihre Treibhausgas-Emissionen vor Ort alle fünf Jahre um zehn Prozent zur reduzieren. In Anerkennung ihres Beitrags zum Erhalt des Regenwaldes und damit zum Klimaschutz handeln diese Kommunen solidarisch mit den indigenen Völkern der Amazonasregion
Nachdem der Gemeinderat im letzten Herbst den Beitritt beschlossen und die Stadt die Mitgliedschaft im Klima-Bündnis beantragt hat, beschloss nun der Vorstand des Klima-Bündnis mit Sitz in Frankfurt a.M. mit Wirkung zum 01.01.2016 die Aufnahme der Stadt Brackenheim als 470. deutsches Mitglied. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 220 € jährlich.
Zwei Ziele stehen nun im Blickpunkt: Der Schutz der tropischen Regenwälder z.B. durch Verzicht auf Tropenholznutzung und die Halbierung unserer Pro-Kopf-CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030.

Kein CarSharing in Brackenheim: Betreiberabsage

15.12.2015

Am 09.11. hatte ich Sie noch dazu aufgefordert, sich bei Interesse an einem CarSharing in Brackenheim bei mir zu melden. Dann da hatten die Netzgesellschaft Heilbronn-Franken (NHF) aus Heilbronn und die Stadtmobil CarSharing GmbH aus Karlsruhe erklärt, ein CarSharing-Angebot zum Frühlingsbeginn 2016 machen zu wollen (siehe Meldung weiter unten).
Leider kam nun (14.12.2015) – entgegen aller Erwartungen – eine definitive Absage per E-Mail: Der Stadt Brackenheim kann selbst bei Verzicht auf eine branchenübliche Verzinsung kein Angebot gemacht werden, was eine Refinanzierung der Anschaffungs- und Betriebskosten ermöglicht. Beide – vor allem der potenzielle Betreiber Stadtmobil – sehen nun doch keinen wirtschaftlichen Lösungsansatz; vor wenigen Wochen hatten sie das in einer persönlichen Gesprächsrunde bei uns im Rathaus noch ganz anders, nämlich positiv kommuniziert.
Schade - das war's. Übrigens: Es kamen insgesamt 14 Interessensbekundungen aus Brackheim.

Neubürger-Information zum Einstieg in den Klimaschutz

20.10.2015

Jedes Jahr ziehen mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger aus Brackenheim weg. Umgekehrt ziehen jährlich mehrere Hundert nach Brackenheim. In der Bilanz kamen in der Vergangenheit mehr als gingen; von konstant um die 10.000 Einwohner/innen in den 1970er Jahren stieg die Zahl seit 1980 auf 11.450 in 1990, auf 14.400 in 2000 und erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt 2008 mit 15.310 Einwohner/innen. Natürlich auch mit (negativen) Folgen für den Klimaschutz: Je mehr Menschen in einer Stadt leben, umso mehr Energie wird verbraucht, umso mehr Verkehr entsteht, umso mehr und größere Einrichtungen braucht es. Damit auch unsere Neubürgerinnen und Neubürger von Anfang an beim Klimaschutz dabei sind, erhalten sie im Rahmen ihres "Begrüßungspaketes" auch einen vierseitigen DIN A4-Folder mit nützlichen Hinweisen zu den Themen Energie, Ernährung/Konsum und Verkehr/Mobilität.

Der Sommer 2015 war auch ein Ozon-Sommer

Tagesverlauf Ozon-Messwerte 2015
Tagesverlauf Ozon-Messwerte 2015

29.09.2015 (Quelle: LUBW)

Vier Mal wurde die Alarmschwelle für Ozon überschritten

Pünktlich zum Herbstbeginn hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) eine Ozonbilanz des Sommers 2015 gezogen. Laut Deutschem Wetterdienst war dieser Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen der zweitwärmste in Baden-Württemberg - direkt nach dem Jahrhundertsommer 2003. Für die Ozonbilanz gilt das Gleiche: Nach 2003 wurde im Sommer 2015 die höchsten Werte gemessen.

  • Die Alarmschwelle liegt bei einem Stundenmittelwert von 240 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (µg/m³) und wurde vier Mal in Baden-Baden und einmal in Kehl überschritten. Die LUBW warnte die Bevölkerung über Rundfunk und Internet. Den Bürger/innen wurde empfohlen, körperliche Anstrengungen und Ausdauersport im Freien zu vermeiden.
  • Die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter als Stundenmittelwert wurde an 29 Stationen 573 Mal überschritten. Vor allem Kinder und ozonempfindliche Personen sollten bereits ab diesem Wert körperliche Anstrengungen vermeiden.

Die meisten Überschreitungen wurden in der Rheinebene und im Mittleren Neckarraum gemessen, wofür es zwei Gründe gibt. Zum einen entstehen in diesen Gebieten aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und dem damit verbundenen starken Verkehrsaufkommen sowie den zahlreichen Industriebetrieben höhere Emissionen der beiden Ozonvorläufersubstanzen Stickstoffdioxid (NO2) und flüchtige Kohlenwasserstoffe. Zum anderen entwickeln sich besonders in der Rheinebene höhere Temperaturen als in anderen baden-württembergischen Gebieten.

Die höchsten Ozonwerte treten meist am Stadtrand und in den angrenzenden ländlichen Gebieten auf, also entfernt von den Quellen der Vorläuferstoffe. Dies liegt daran, dass Stickstoffmonoxid (NO), das ebenfalls beim Verbrennungsprozess im Motor entsteht, als Abgas direkt mit bereits entstandenem Ozon reagiert und es abbaut. So kommt es oftmals zu der scheinbar widersprüchlichen Situation, dass die Ozonbelastung in Innenstädten niedriger ist als in ländlichen Gebieten. Außerdem werden die Vorläuferstoffe mit dem Wind aus den Städten heraustransportiert und tragen so entfernt von deren eigentlichen Quellen zur Ozonbildung bei. Das ist auch die Erklärung dafür, weshalb in diesem Jahr in Baden-Baden der höchste Maximalwert für Ozon mit 258 µg/m³ gemessen werden konnte, obwohl hier wenig Industrie angesiedelt ist und an der Messstellen generell eine gute Luftqualität dokumentiert wird. Im Sommer 2003 betrug der maximal gemessene Ozonwert 328 µg/m³ an der Messstation Mannheim-Nord.

Hintergrundinformation Ozon
Es ist ein farbloses und sehr reaktives Gas und spielt in der Erdatmosphäre eine Doppelrolle: Als natürliche Ozonschicht oberhalb von etwa 20 km Höhe (Stratosphäre) schützt es die Erdoberfläche vor schädlicher Ultraviolettstrahlung der Sonne. Rund 90 % des Ozons befinden sich in dieser Schicht. Auch in Bodennähe ist Ozon ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Seine natürliche Hintergrundkonzentration liegt bei etwa 50 µg/m³. Dieser Wert steigt bei hohen Lufttemperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung, da sich weiteres Ozon aus Sauerstoff und Ozonvorläuferstoffen (Stickstoffdioxid NO2 und flüchtige organische Verbindungen) bildet. Sie stammen sowohl aus natürlichen als auch aus vom Menschen verursachten Quellen. Etwa die Hälfte der Stickstoffoxide kommt aus dem Straßenverkehr! Flüchtige organische Stoffe stammen zu großen Teilen aus natürlichen Systemen wie Wäldern oder der Landwirtschaft, werden aber auch bei der Verwendung von Lösemitteln freigesetzt. Lösemittel finden sich in vielen Produkten, wie in Farben und Lacken, Klebstoffen oder Reinigungsmitteln.
In erhöhter Konzentration verursacht das reaktive Gas zahlreiche Probleme für Menschen, Tiere und Pflanzen. Erhöhte Ozonkonzentrationen können beim Menschen Reizungen der Atemwege, Husten, Kopfschmerzen und Atembeschwerden hervorrufen. Das Ausmaß wird hauptsächlich durch die Aufenthaltsdauer in der ozonbelasteten Luft bestimmt. Ozon wirkt in erhöhten Konzentrationen als Reizgas auf die Atemwege und fördert beispielsweise durch tiefes Atemholen beim Sport entzündliche Prozesse im Lungengewebe. Die Empfindlichkeit gegenüber Ozon ist individuell unterschiedlich. Die Ozonüberschreitungen treten meist am Spätnachmittag bis in den frühen Abend auf, sodass die besten Tageszeiten für Sport in Zeiten hoher Ozonwerte die frühen Morgenstunden und der Vormittag sind. Bei den Pflanzen beeinträchtigt die erhöhte Ozonkonzentration das Wachstum.

Juli 2015: Das neue EWärmeG - Baden-Württemberg

07.07.2015 (Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)

Seit dem 01.07.2015 muss gemäß Erneuerbare-Wärme-Gesetz - EWärmeG - Baden-Württemberg bei jeder Heizungserneuerung mindestens 15 % des Wärme- und Warmwasserbedarfs aus erneuerbarer Energie bereitgestellt werden.

Strom aus Erneuerbaren

Energie ist nicht gleich Energie, eigentlich logisch. Doch wenn in der Politik und in den Medien das Thema Energie auf der Tagesordnung steht, geht es fast immer um Elektrizität bzw. um Strom. Da wundert es nicht, wenn es beim Thema Erneuerbare Energien ebenso fast ausschließlich um die Stromerzeugung geht, also z.B. um Fotovoltaik oder Windkraft.

Und in der Tat sind wir in diesem Bereich fast schon wieder Weltmeister. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 beschloss die Bundesregierung, aus der Atomkraft und damit aus der Stromerzeugung mittels Kernspaltung auszusteigen und diese durch Erneuerbare Energien zu ersetzen. Lag deren Anteil an der Stromversorgung 2010 noch bei 16,9 %, so stieg er bis 2014 bereits auf 27,8 %. Laut Umweltbundesamt lag die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien damit im letzten Jahr bei knapp 161 Terrawattstunden (1 TWh = 1.000.000.000.000 kWh) und übertraf so erstmals die Stromzeugung aus Braunkohle mit 156 TWh! Ihren Anteil an der "erneuerbaren" Stromerzeugung leisteten die Windenergie mit 56,0 TWh, das Biogas mit 49,1 TWh, die Fotovoltaik mit 34,9 TWh und die Wasserkraft mit 20,5 TWh.

Wärme aus Erneuerbaren

Dagegen stehen wir am Ende der Skala, wenn es beim Thema Energie um die Wärme geht. Sie steht fast nie auf der Tagesordnung, obwohl Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme für uns ebenso wichtig sind. Beim Thema Erneuerbare Energien spielt deshalb die Wärme weder in der Politik noch in den Medien eine Rolle!
Entsprechend stagniert der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung seit 2010 nahezu unverändert bei nur etwa 9,9 % und lag 2014 bei 131 TWh (feste Biomasse 83,7 TWh, Biogas 14,0 TWh, biogener Abfall 11,7 TWh, Wärmepumpen 9,16 TWh und Solarthermie 6,9 TWh). Vor allem die Wärmeproduktion aus Sonnenkollektoren bietet ein "Trauerspiel".

Strom + Wärme aus Erneuerbaren: Deutschland in Europa am Ende der Skala

Die EU-weite Bilanz zeigt, dass Deutschland mit einem Anteil der Erneuerbaren Energien für Strom + Wärme von nur 12,4 % am Gesamtenergieverbrauch sogar noch hinter Griechenland und dem EU-Durchschnitt von 14 % liegt. In Summe sind wir in Deutschland also weit entfernt von einer Führungsposition und vor allem weit entfernt vom Ziel "20 % im Jahr 2020", das nur noch fünf Jahre weit weg ist.

Wie können wir dieses Ziel dennoch erreichen?

Die letzten Jahre haben klar gemacht: Nicht mit dem bundesweit geltenden "Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz - EEWärmeG". Hier werden die Eigentümer von Neubauten verpflichtet, 15 % ihres Wärmebedarfs auch durch Erneuerbare Energien zu decken. Zurzeit werden aber nur rund 220.000 Wohneinheiten jährlich neu errichtet; bei einem Altbaubestand von über 40 Mio. Wohneinheiten nicht mehr "als ein Tropfen auf den heißen Stein".

Es ist also unbedingt notwendig, den Gebäudebestand mit einzubeziehen. Baden-Württemberg ist hier (noch) Vorreiter mit seinem "Erneuerbare-Wärme-Gesetz - EWärmeG", das in Abgrenzung zum Bundesgesetz mit einem großen "E" weniger auskommt und nur den Altbau betrifft. Dieses Gesetz wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2015 novelliert: Seitdem ist jeder Hauseigentümer bei einer Erneuerung seiner Heizungsanlage (wie bei einem Neubau) dazu verpflichtet, mindestens 15 % seines jährlichen Wärmebedarfs durch Erneuerbare Energien zu decken und damit einen Beitrag zur Erreichung des 20 %-Ziels zu leisten.

Alle wichtigen Informationen rund um das EWärmeG und wie Sie es erfüllen können, wenn Sie in Zukunft ihre Heizungsanlage erneuern müssen, finden Sie auf dieser Seite des Umweltministeriums Baden-Württemberg.