Stadt Brackenheim

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Förderung

Bildquelle: Fotowettbewerb 2015 "Energiefluss" von Manuel Conrad

Seit 01.08.2016: Förderprogramm Heizungsoptimierung

Seit dem 1. August 2016 werden der Ersatz von bestehenden Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie der hydraulische Abgleich am Heizsystem gefördert. Die Förderung ist über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle - Link siehe unten) auf Grundlage der Richtlinie über die Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich zu beantragen.
Ziel des Förderprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) ist, die Heizungseigentümer durch attraktive, nicht rückzahlbare Zuschüsse zu motivieren, ineffiziente Pumpen zu ersetzen und Optimierungsmaßnahmen am gesamten Heizsystem durchzuführen. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz im Bereich des Gebäudebestandes.

Was wird gefördert?

  1. Ersatz von bestehenden Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen durch einen Fachhandwerker

  2. Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen

In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich können zusätzliche Investitionen und Optimierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen gefördert werden. Dabei handelt es sich um die Anschaffung und die fachgerechte Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen, Einzelraumtemperaturreglern, Strangventilen, Technik zur Volumenstromregelung, separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Pufferspeichern und die professionell erledigte Einstellung der Heizkurve.
Nicht gefördert werden u.a. Eigenleistungen, der Einbau gebrauchter Teile oder Nebenleistungen wie z.B. Wandverkleidungsarbeiten oder Entsorgungsleistungen.

Wie viel wird gefördert und für wen?

Gezahlt wird ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 30 % der Netto-Investitionskosten, jedoch höchstens 25.000 €. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, freiberuflich Tätige und Kommunen.

Antragstellung

Sie ist einfach, erfolgt online und in zwei Schritten:

  1. Vor Maßnahmenbeginn muss man sich online auf der BAFA-Homepage registrieren. Dann erhält man eine elektronische Eingangsbestätigung mit persönlicher Registriernummer. Mit der Realisierung der Maßnahme kann man dann sofort beginnen.

  2. Innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung müssen die Maßnahmen umgesetzt sein. Dann sind die für die Antragstellung relevanten Daten (Registriernummer, Bankverbindung, Rechnungen) online einzugeben und an das BAFA zu übermitteln, das in der Folge den Zuschuss überweist.

Das BMWi hofft, dass bis zum Jahr 2020 durch dieses Programm jährlich 2.000.000 Heizungspumpen erneuert und 200.000 hydraulische Abgleiche durchgeführt werden, wodurch 1,8 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden sollen. Für 2016 sind 100 Mio. € bereits beschlossen. Für die nächsten vier Jahre sind dann weitere 1,756 Milliarden € geplant.

Zuschuss- und Kreditförderung vom Bund

BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn, kurz BAFA, zahlt u.a. Investitionszuschüsse für Wärmeerzeugungs-Anlagen wie Öl- oder Gaskessel, Pelletkessel, Wärmepumpen, Klein-BHKW bis 20 kW elektrisch oder solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung. Das neuste Programm betrifft die Heizungsoptimierung (siehe oben):
Heizungsoptimierung

Außerdem wird die Energieberatung für Privatleute (Vor-Ort-Beratung) und Unternehmen (Energieberatung im Mittelstand) durch vergleichsweise hohe Zuschüsse gefördert:
Vor-Ort-Beratung
Energieberatung im Mittelstand (für KMU < 250 Mitarbeiter)

Beide Programme gelten als wichtige Instrumente, um durch eine qualifizierte und unabhängige Beratung Informationsdefizite abzubauen, Energiesparpotenziale zu erkennen und Energieeinsparungen zu realisieren.

KfW-Förderbank
Die bundeseigene KfW-Bank bietet Privatleuten für energieoptimierte Neubauten und energetische Sanierungen (sog. KfW-Effizienzhäuser) ein umfangreiches Förderangebot sowohl durch besonders zinsgünstige Kredite (ab 0,75 %) als auch durch Investitionszuschüsse (10 % der Investionskosten).

Hier nur ein Auszug:
Programm-Nr. 153: Energieeffizient Bauen - Neubau eines KfW-Effizienzhauses
Programm-Nr. 151: Energieeffizient Sanieren - Kredit
Programm-Nr. 430: Energieeffizient Sanieren - Zuschuss
Programm-Nr. 431: Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung
Besonders interessant: Wird ein sehr guter energetischer Standard geplant, werden also KfW-Effizienzhäuser mit einem niedrigen Heizwärmebedarf realisiert, werden neben dem derzeit unschlagbar niedrigen Zins zusätzlich auch Tilgungszuschüsse gewährt.

Die KfW fördert darüber hinaus aber auch Unternehmen und Anlagentechnik wie die Photovoltaik:
Programm-Nr. 274: Photovoltaik - Kredit
Programm-Nr. 275: Speicher - Kredit

BAFA-Förderung Elektromobilität (Umweltbonus) von 4.000 bzw. 3.000 €

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe eines Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.
Förderfähig ist der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG), entweder eines reinen Batterieelektrofahrzeugs, eines von außen aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs (Plug-In Hybrid) oder eines Brennstoffzellenfahrzeugs. Ebenso förderfähig sind Fahrzeuge, gleich welchen Antriebs, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen. Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge befinden, welche auf der Webseite des BAFA unter Publikationen verfügbar ist.

Art und Höhe der Förderung
Der Bundesanteil am Umweltbonus beträgt für ein reines Batterieelektrofahrzeug bzw. ein Brennstoffzellenfahrzeug (keine lokale CO2-Emission) 2.000 € und für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (weniger als 50 g CO2-Emission pro km) 1.500 €.
Diese Förderung wird nur dann gewährt, wenn der Automobilhersteller dem Käufer mindestens den gleichen Anteil vom Netto-Listenpreis des Basismodells (BAFA Listenpreis) als Nachlass gewährt. Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 € netto nicht überschreiten.

Fördervoraussetzungen
Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge befinden, der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sein und das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens sechs Monate zugelassen bleiben.

Antragstellung
Diese erfolgt elektronisch (online) über die Webseite des BAFA in einem zweistufigen Verfahren:
Mit dem Antrag ist der Kauf- oder Leasingvertrag bzw. die verbindliche Bestellung hochzuladen. Nach der Prüfung ergeht ein Zuwendungsbescheid. Danach ist die Rechnung (bei Kauf) und ein Nachweis für die Zulassung des Fahrzeugs (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) hochzuladen. Nach positiver Prüfung erfolgt die Auszahlung des Bundesanteils am Umweltbonus auf das Konto des Antragstellers.