Stadt Brackenheim

Seitenbereiche

Schule/Kindergarten

Klimaschutz in der Bildung verankern

Wer in Kita oder Schule erlebt und lernt, wie mit Ressourcen sparsam umgegangen wird, übernimmt dies leichter in seinen Alltag und verhält sich umwelt- und klimafreundlich - auch im späteren Leben. Doch wie gelingt es, Kita-Kinder vom Energiesparen zu überzeugen, ohne dass dabei der Spaß zu kurz kommt? Wie sind Lehrer und Lehrerinnen sowie Schüler dazu zu motivieren, bei Klimaschutzprojekten mitzumachen, obwohl deren Lehrplan bereits jetzt "aus allen Nähten platzt"? Das sind Fragen, auf die es bereits Antworten gibt. Sie müssen allerdings auch umgesetzt werden.

Energiesparmodelle (z.B. fifty-fifty-, Budgetierungs- oder Aktivierungsmodell)

Dabei geht es um die Förderung des Klimaschutzes in Bildungseinrichtungen mit finanziellen Anreizsystemen, sogenannten Energiesparmodellen. Diese funktionieren so: Die Stadt als Träger initiiert Einsparmaßnahmen und beteiligt die jeweilige Schule und/oder den jeweiligen Kindergarten an den eingesparten Energiekosten. Vermindert die Einrichtung die CO2-Emissionen durch den sparsamen Umgang mit Strom und Wärme, erhält sie z.B. einen prozentualen Anteil an den eingesparten Energiekosten zur freien Verfügung. Das bekannteste Modell sieht eine Verteilung "fifty-fifty" vor - die Hälfte des eingesparten Geldes bekommt die Einrichtung.
Darüber hinaus gibt es auch weitere Anreizsysteme wie z.B. das Budgetierungsmodell oder das stärker pädagogisch ansetzende Aktivitätenmodell, bei dem einzelne Projekte belohnt werden.

Projekt Energie- und Klimapioniere

Ein erstes "niederschwelliges" Einstiegsangebot in das Klimaschutz wurde bereits im Herbst 2015 am Zabergäu-Gymnasium angeboten. Das Projekt heißt Energie- und Klimapioniere und richtet sich an Schulklassen von der 5. bis zur 10. Klasse an allgemeinbildenden Schulen. Es bietet die Möglichkeit, eigene Projekte und Aktionen der Schülerinnen und Schüler zu realisieren, die einen nachhaltigen Umgang mit Energie fördern und das Klima entlasten.

Das Projekt ist kostenfrei und wird von myclimate durchgeführt: Es besteht aus einer stufengerecht gestalteten und kostenfreien Impulslektion für die Klasse über mindestens 90 Minuten. Daraus entwickeln die Kinder und Jugendlichen eigenständig (mit Unterstützung des Lehrers/der Lehrerin und des Klimaschutzmanagers) Projektideen für die Klasse. Die Möglichkeiten reichen vom klassischen Energiesparen über Fair-Kauf, Urban-Gardening, nachhaltigen Konsum oder umweltfreundliche Beschaffung bis hin zu Verkehrs- oder Ernährungsfragen. Der Fantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.
Das Projekt wird dann umgesetzt und auf einer speziellen Web-Plattform mit anderen geteilt. Den Abschluss bildet eine Auszeichnung am sog. Energie- und Klimafest.

Was wurde bisher (Stand Juni 2018) umgesetzt?

1. Nichts: Weder eines der oben genannten Projekte noch weitere vorgeschlagene Projekte.
Trotz persönlicher Vorstellung der vielen verschiedenen Möglichkeiten in einer Lehrerversammlung des Gymnasiums, in den Lehrerkollegien aller Grundschulen oder in der Runde der Leiterinnen der Kindergärten wurde bis heute nicht ein Projekt auch nur andiskutiert. Es besteht offensichtlich weder bei den Lehrern noch bei den Erzieherinnen in Brackenheim ein Interesse, sich dem Thema Klimaschutz (Energie, Ernährung, Abfall oder Mobilität) zu nähern.

2. Wenig: In den Grundschulen Neipperg und Meimsheim wurden 2015 und 2016 insgesamt 4 x 90 Minuten Unterricht zum Thema Stromsparen gestaltet und gehalten.