Stadt Brackenheim

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Energieberater 55+

Das ehrenamtliche Klimaschutz-Projekt Energieberater 55+

Ihre Energieberater 55+

In allen Stadtteilen soll es direkt vor Ort beim Thema Energieeinsparung und -effizienz eine/n qualifizierte/n Ansprechpartner/in für alle Einwohner geben, um im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung einen passenden Weg zur Problemlösung zu finden.

Dazu wurde vom Klimaschutzmanager das Klimaschutz-Projekt Energieberater 55+ (EB 55+) ins Leben gerufen. Über einen Aufruf im Amtsblatt gesucht und gefunden wurden 13 Brackenheimer Mitbürgerinnen und Mitbürger, von denen sich bis November 2018 neun in diesem Projekt ehrenamtlich engagierten. Dann hörte Beate Klingler auf und Uwe Fischer zog aus Brackenheim weg.
Aktuell im Einsatz sind noch sieben EB 55+ (Foto oben von links: Erich Liebl, Günter Andres, Ingrid Methfessel, Peter Luboeinski, Achim Grewe, Heinrich Müller, Gerhard Krapf). 

Das Projekt startete am 13.12.2016 mit einer ersten Kennenlernrunde im Rathaus. Vereinbart wurden insgesamt fünf Termine zur Ausbildung in fünf Modulen, die im Zabergäu-Gymnasium jeweils von 14.00 bis 18.30 Uhr durchgeführt wurden am
26.01.2017: Physikalische Grundlagen, Energiekosten, Förderungen, Gesetze/Verordnungen
02.02.2017: Heizungs- und Warmwasseranlagen (Kessel, BHKW, Wärmepumpe, Kollektor)
16.02.2017: Regelung und Steuerung von Wärme- und Warmwasseranlagen
23.02.2017: Wärmedämmung (Dämmstoffe, Bauteile, Rohrleitungen)
02.03.2017: Stromanwendungen im Haushalt und Stromeigenerzeugung mit Photovoltaik

Nach der erfolgreichen Teilnahme an allen fünf Modulen stehen Ihnen die Teilnehmer seitdem für Erstberatungen bereit. Die Energieberater 55+ arbeiten ehrenamtlich, sie kommen auf Ihre Anfrage (Kontaktliste siehe unten) zu Ihnen als Beratungsempfänger vor Ort nach Hause, wobei diese Erst- bzw. Initialberatung kostenfrei ist.

Kontaktliste Energieberater 55+

NameStadtteilStraßeTelefon/Mobil
Herr AndresDürrenzimmernAlter Brackenheimer Weg 2507135-931671
Herr Grewe
Strommessgerät
BrackenheimStrombergstraße 310151-56961046
Herr Krapf
Strommessgerät
DürrenzimmernWeststraße 2607135-961420
Herr Liebl
Strommessgerät
BrackenheimBurghalde 2207135-9318833
Herr LuboeinskiBrackenheimKeplerstraße 207135-13705
Frau Methfessel
Strommessgerät
NeippergTannenweg 507135-9396464
Herr Müller
Strommessgerät
MeimsheimWilhelm-Schmid-Str. 1207135-4798

Stromkosten zu hoch? Dann brauchen Sie ein Strommessgerät!

Strommessgerät

Ihr Energieberater 55+ bringt Ihnen gerne ein Strommessgerät ins Haus und erläutert Ihnen, welches Gerät wie gemessen wird und wie hoch Ihre Verbrauchs- und Kosteneinsparpotenziale sind.

Suchen Sie sich also Ihre/n Energieberater/in aus der obigen Liste und vereinbaren Sie einen Termin.

Strom effizient nutzen

Stromsparen lohnt sich. So amortisiert sich z.B. der Ersatz einer 35 W-Halogenglühlampe durch eine 7 W-LED (gleiche Helligkeit und Lichtfarbe) in einem Raum mit einer durchschnittlichen täglichen Lampenbrenndauer von 1,5 Stunden trotz der wesentlich höheren Investitionskosten bereits nach 2,5 Jahren.

Ergebnis einer Stromspar-Aktion mit zehn hessischen Haushalten
1994 führte die Landesenergieagentur hessenENERGIE (u.a. Thomas Königstein) zusammen mit dem Hessischen Rundfunk (hr1) eine Stromspar-Aktion unter dem Motto "25 % weniger Strom mit 1.000 DM" durch. Sie untersuchte für zehn interessierte Haushalte deren wirtschaftliche Stromsparpotenziale. Anschließend investierte jeder Haushalt ca. 1.000 DM bzw. 500 € in stromsparende Maßnahmen.

  • Gesamtergebnis der zehn Haushalte: 23,3 % weniger Stromverbrauch und 1.490 € Stromkosteneinsparung durch wirtschaftliche Investitionen ohne Komfortverlust.

Die Haushalte haben durch die Stromspar-Investitionen von insgesamt 5.447 € den Gesamt-Jahresstromverbrauch von 43.156 kWh um 10.055 kWh auf 33.101 kWh reduziert. Seitdem werden jährlich 6.093 kg CO2 weniger produziert. Im Durchschnitt ist es den Haushalten gelungen, mit einer Investition von nur 545 € ihren Stromverbrauch um gut 1.000 kWh und die Stromkosten um (derzeit) rund 270 € Jahr für Jahr zu senken - ohne jeden Komfortverlust! Stromsparen schont damit nicht nur das Klima sondern bringt auch noch ordentlich Geld in die Haushaltskasse.

  • Zahlreiche Nachfolge-Aktionen in den letzten 20 Jahren durch unabhängige Dritte haben gezeigt und bestätigt: In der Regel kann ein Haushalt mit einer Investitionssumme von etwa 400 € seinen Stromverbrauch auf wirtschaftliche Weise um rund 25 % vermindern.

Deshalb - machen Sie mit beim Geld verdienen und beim Klimaschutz durch Stromsparen im Haushalt bzw. durch eine effizientere Nutzung des teuren Energieträgers Strom.

Grundlagen Leistung und Verbrauch
Um herauszufinden, welche Stromsparmaßnahme bei Ihnen sinnvoll ist, muss zuerst eine Bestandsaufnahme erfolgen. Dies geschieht mit einem Strommessgerät, das Ihnen die Stadt kostenfrei zur Verfügung stellt. Es liefert Ihnen u.a. zwei wichtige Werte: Leistung und Verbrauch (Leistung: 1 kW = 1.000 W; Verbrauch: 1 kW x 1 Stunde = 1 kWh = 1.000 Wh).
Die Leistung mit der Einheit Watt (W) bzw. Kilowatt (kW) ist ein Momentanwert. Der Verbrauch mit der Einheit Kilowattstunde (kWh) gibt an, wie lange die Leistung bezogen wurde. Bezahlen müssen Sie nicht die Leistung, sondern den von der Einschaltzeit abhängigen Stromverbrauch in kWh.

  • Ein Gerät mit einer hohen Leistung, das nur wenige Minuten am Tag eingeschaltet wird, verursacht einen vergleichsweise geringen Verbrauch. Beispiel Fön mit 1.500 W, der täglich 5 Minuten benutzt wird:
    1,5 kW x 0,083 h/Tag x 365 Tage/Jahr = 45 kWh/Jahr x 0,27 €/kWh = 12,15 €/Jahr.
  • Ein Gerät mit sehr geringer Leistung, das den ganzen Tag über eingeschaltet ist, obwohl es kaum genutzt wird, verursacht einen vergleichsweise hohen Verbrauch. Beispiel Tintenstrahldrucker, der im stand-by-Betrieb (23,5 Stunden/Tag) noch eine Leistung von 6,5 Watt aufnimmt:
    0,0065 kW x 23,5 h/Tag x 365 Tage/Jahr = 56 kWh/Jahr x 0,27 €/kWh = 15,12 €/Jahr.

Bestandsaufnahme durch Strommessungen
Mit unserem Gerät können Sie den Verbrauch von Elektrogeräten von 0,5 bis 3.000 W Leistung messen, die über Steckdosen an das 230 V Wechselstromnetz angeschlossen sind. Ihr Elektroherd und Strom-Warmwassergeräte haben größe Leistungen, sind oft fest (und an 380 V Drehstrom) angeschlossen und können daher mit diesem Gerät nicht gemessen werden.
Das Strommessgerät wird einfach zwischen Ihr Elektrogerät und die Steckdose gesteckt und die Messung gestartet - die Einzelheiten werden Ihnen bei der Ausleihe erklärt und sind auch der beigefügten Betriebsanleitung zu entnehmen.
Elektrogeräte, die dauernd über eine Steckdose angeschlossen sind, wie z.B. Kühlschrank und Gefriergerät, werden über einen ganzen Tag (24 Stunden) gemessen. Bei Wasch- und Geschirrspülmaschine wird jeweils für die Dauer des einzelnen Programms gemessen. Bei vielen weiteren Elektrogeräten wie z.B. SAT-Receiver, Drucker, PC-Bildschirm, Router, Radio, TV, Kaffeemaschine oder nicht schaltbare Netzteile reicht eine kurze Messung der Leistung aus um festzustellen, ob es stand-by- bzw. Leerlaufverluste gibt, die vermieden werden können.