Radverkehr: Stadt Brackenheim

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Sanierung Rad-/Wirtschaftsweg Dürrenzimmern erledigt

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Sanierung Rad-/Wirtschaftsweg Dürrenzimmern erledigt

Der asphaltierte Wirtschaftsweg entlang der Landstraße 1106 von Dürrenzimmern (Höhe Sportplatz) nach Nordhausen (bis zum Wald) wird von vielen Radfahrern genutzt. Er befand sich seit längerem an vielen Stellen in einem schlechten Zustand, was auch wiederholt von Radfahrer*innen während der STADTRADELN-Aktion (RADar-Meldungen) gemeldet wurde. Nun (Mai 2020) wurde der Weg an drei Stellen erfolgreich teilsaniert.

Neue Anlehnparker und Bike-Boxen am ZOB

Im Dezember 2019 neu montiert hat der Bauhof vier moderne Radabstellanlagen (überdacht) sowie zwei Bike-Boxen (Fahrrad-Garagen) am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zwischen WC und Fußgängerunterführung - zum trockenen und sicheren Abstellen Ihres Fahrrades. Eine Bike-Box hat die Härterei REESE aus Hausen im Rahmen des STADTRADELN 2019 mit einem Cent pro Kilometer finanziert. Herzlichen Dank dafür. Wir hoffen auf rege Nutzung.

Die Bike-Boxen lassen sich über ein Pfandsystem (1-Euro- oder 2-Euro-Münze) schließen und öffnen!

Radwegekonzept

Das Klimaschutzkonzept der Stadt, das durch den Klimaschutzmanager umgesetzt werden soll, sieht u.a. die Maßnahme "Verbesserung der Radwegsituation" vor. Dabei geht es um die grundsätzliche Prüfung möglicher Lücken, Schwachstellen und Verbesserungspotenzial im städtischen und überörtlichen Radewegenetz sowie in der Radinfrastruktur (Beschilderung, Fahrradabstellanlagen). Erste Schwachstellen wurden im 1. Halbjahr 2016 durch die Arbeitsgruppe Klimaschutz "Verkehr/Mobilität" und die Meldeplattform RADar! bei der ersten Teilnahme am STADTRADELN identifiziert.

Radwegekonzept

Im Sommer 2016 wurde das Frankfurter Fachbüro RV-K mit der Ausarbeitung eines Radwegekonzepts beauftragt, dass dem Gemeinderat am 23.02.2017 in öffentlicher Sitzung vorgestellt wurde.

Mit Orientierung an den gesetzlichen Vorgaben identifiziert es kurz- bis langfristig zu lösende Herausforderungen: Radwege mit unzulässiger Benutzungspflicht, Zweirichtungswege innerorts, Kreisverkehre ohne Berücksichtigung des Radverkehrs, Querungen Rad-Kfz-Verkehr, Ortsdurchfahrten, Radverbindungen zwischen Stadtteilen und zu Nachbarkommunen, Fahrradabstellanlagen und fehlende Wegweisung für den Alltagsradverkehr.
Im Radwegekonzept wurden insgesamt 32 Maßnahmen zur Umsetzung empfohlen, die recht unterschiedlich ausfallen. Einige konnten mit einfachen Mitteln und mit Hilfe des Bauhofs durchgeführt werden. Bei einem Großteil der Maßnahmen (vor allem Beschilderung) war und ist es notwendig, eine Entscheidung über die sog. Verkehrsschau des Landratsamtes Heilbronn (Straßenverkehrsbehörde) zu bekommen. Und Maßnahmen, die den Radwegebau vor allem zu Nachbarkommunen betreffen, haben beträchtliche finanzielle Auswirkungen, die zurzeit "im Haushalt nicht darstellbar" sind und deshalb erst langfristig (5 bis 10 Jahre) zur Realisierung anstehen - falls überhaupt, weil dann auch die Nachbarkommunen mitmachen müssen.

Ein Beispiel? Von Hausen kann man sehr gut über befestigte Wirtschaftswege nach Nordheim radeln - bis auf ein unbefestigtes Teilstück (Grasweg) von 500 m, das bei Regen nicht befahrbar ist. Das Radverkehrskonzept schlägt hier eine wassergebundene Schotterdecke vor. Das Problem: Der Weg gehört zur Gemarkung Lauffen, die an einer Investition kein Interesse hat. Brackenheim würde investieren, falls Nordheim sich beteiligt; doch jahrelang kam von dort kein Signal.
Aktuell (Juni 2020) hat der Gemeinderat Nordheim endlich beschlossen, gemeinsam mit Brackenheim dieses Teilstück auszubauen. Die Kostenschätzung liegt bei rund 200.000 €. Nach dem positiven Beschluss auch der Stadt Brackenheim (abzüglich Förderung liegt der Eigenanteil bei jeweils rund 25.000 €) kann die Planung (und das Genehmigungsverfahren mit Ausgleichsmaßnahmen) beginnen, so dass mit einer Realisierung im Frühjahr 2021 gerechnet werden kann. 

Umsetzung des Radwegekonzepts seit 2017

  • Neipperg Richtung Schwaigern: Mitte 2017 wurde durch den Bauhof entlang der Kreisstraße K 2151 linksseitig eine wassergebundene Decke als fahrbahnbegleitender Radweg über mehrere hundert Meter angelegt - auf Brackenheimer Gemarkung. Er mündet dann über die K 2151 in den touristischen Heuchelbergradweg (Teil Maßnahme Nr. 1).
  • Forstbach entlang ZOB Brackenheim: Ende 2017 verbreiterte der Bauhof den Fußweg entlang des Forstbachs zwischen Rondell und "Im Wiesental" mittels wassergebundener Decke. Über den zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) darf kein Radverkehr mehr stattfinden (Maßnahme Nr. 15).
  • Neipperg Richtung Brackenheim: Entlang der Marsaner Straße (rechtsseitig) war der fahrbahnbegleitende Radweg durch einen Abschnitt in sehr schlechtem Zustand unterbrochen. Er musste neu asphaltiert werden. Das geschah im Zuge der Erneuerung der Neipperger Ortsdurchfahrt im April 2020 (Maßnahme Nr. 4).
  • Verbindung Hausen - Nordheim: Diese Maßnahme Nr. 5 soll nun im Frühjahr 2021 realisiert werden (Stand Juni 2020). Es geht um die Verbindung von Hausen nach Nordheim, die über Wirtschaftswege verläuft. Ein Abschnitt von 500 m ist nicht ausgebaut und sehr schlecht befahrbar. Dieses Teilstück soll befestigt werden (s.o.).
  • Beschilderung/Markierung: Nach einer Verkehrsschau im August 2017 und Vorlage des Protokolls im Februar 2018 bestellte der Bauhof die entsprechenden Schilder, die dann im Sommer 2018 montiert wurden (Maßnahmen Nr. 8, 12, 14, 16, 17, 21, 26, 27). Die Maßnahme Nr. 10 (Sperrpfosten in der Geigersberghohle) wird im Rahmen der aktuellen Bebauung des sog. Veile-Areals bearbeitet.
  • Fahrradstraße in der Brackenheimer Schloßstraße: Die gleiche und eine weitere Verkehrsschau lehnte die Ausweisung der Schloßstraße im Bereich des Schulzentrums als Fahrradstraße ab. Der bereits gestellte und bewilligte Förderantrag (Zuschuss zu den Änderungs- und Markierungsarbeiten) beim Bundesumweltministerium musste zurückgegeben werden.
  • Piktogrammspur und Tempo 30 auf der Neckarstraße in Hausen: Diese Maßnahme Nr. 31 über eine Länge von 300 m wurde ebenfalls im Rahmen einer Verkehrsschau durch das Landratsamt abgelehnt.
  • Drei Brackenheimer Kreisverkehre: Die Neukonzeption der Radverkehrsführung (Maßnahmen Nr. 13, 18 und 20) über die drei neuen Kreisel (die Radfahrer wurden bei der Planung vergessen) ist vor allem aus Kosten- und Platzgründen nicht durchführbar. Da Radfahrer die Fußgängerfurten unerlaubterweise radelnd nutzend, werden im Herbst 2018 insgesamt 12 Schilder "Radfahrer absteigen" angebracht, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
  • Rot-Markierungen bevorrechtigter Radfahrerfurten: In der Neipperger Straße (vor dem Recyclinghof), in der Austraße (zwei Parkplatzausfahrten Bürgerzentrum) und in der Theodor-Heuss-Str. (sechs Kreuzungen ab der Post bis Botenheim) wurden rot markiert, um Autofahrern die Vorfahrt von Radlern zu signalisieren. Hier musste die Stadt zwei Jahre auf die zuständige Straßenmeisterei des Landratsamtes warten.
  • Brücke über die Zaber kurz vor Botenheim: Der Fußgänger- und Radwegebereich ist seit Jahren baufällig, aber befahrbar (wenn auch nicht erlaubt). Nach zwei Jahren Vorlauf hat sich im Frühjahr 2019 das Land Baden-Württemberg als Baulastträger dazu bereit erklärt, diese Maßnahme "demnächst" umzusetzen. Aktuell (Juni 2020) läuft die Ausschreibung, die Brückensanierung soll im Herbst 2020 beginnen.

Radabstellanlagen im Schulzentrum ...

Im Radverkehrskonzept wurde auch festgestellt, dass die vorhandenen Radabstellanlagen (sog. Felgenklemmer) im Schulzentrum, vor dem Bürgerzentrum und den Gemeindehallen völlig ungeeignet sind, um ein Fahrrad sicher und gesichert "parken" zu können.

50 % Zuschuss-Förderung durch das BMU
Für die Anschaffung von modernen Radabstellanlagen (vom ADFC empfohlen) wurde im August 2017 beim Bundesumweltministerium (BMU) ein Förderantrag über 50 % der Beschaffungskosten gestellt. Der Zuwendungsbescheid über 12.250 € (von geplanten 24.500 €) ging Mitte Februar 2018 ein. Nach Einholung von Angeboten wurden im Mai insgesamt 246 Radabstellplätze und zwei Überdachungen bestellt, die in den Sommerferien von Bauhofmitarbeitern zusammengeschraubt und vor Ort montiert wurden. Im Schulzentrum waren es 230 Radabstellplätze: 10 an der Sporthalle Hirnerweg, 4 an der Verbandssporthalle, 140 am Gymnasium, 24 an der Henry-Miller-Schule und 52 bei der Grundschule und dem Kinderhort, hier zusätzlich mit zwei Überdachungen.

Förderung durch die nationale Klimaschutzinitiative des BMU

Fördervorhaben „KSI: Errichtung von Radabstellanlagen im Schulzentrum und am Bürgerzentrum der Stadt Brackenheim" - Förderkennzeichen 03K07263 - Bewilligungszeitraum 01.04.2018 bis 31.03.2019 - Zuschussförderung über 12.250 € (50 % der Gesamtkosten)

... und vor dem Bürgerzentrum

Vor dem Bürgerzentrum wurden 16 vom ADFC empfohlenen Radabstellplätze (wie im Schulzentrum auf einem Streifenfundament) durch den Bauhof montiert. Gut sichtbar angebracht werden konnte an der Rücklehne der Sitzbank der Hinweis auf die Förderung durch das BMU.

STADTRADELN: Anlehnbügel für öffentliche Gebäude

Im Jahr 2017 wurden die ersten 14 Fahrradparkplätze (Anlehnbügel) vor dem Rathaus, der Markthalle, der Kreissparkasse, der Stadtbücherei und dem Jugendhaus montiert. Sie waren ein Gewinn aus der ersten erfolgreichen Teilnahme des Gemeinderats am STADTRADELN 2016 als bester Newcomer! Sie wurden kostenfrei geliefert und durch den Bauhof montiert.

Beim STADTRADELN 2018 erzielten die Brackenheimer einen neuen Rekord mit 112.578 km. Für jeden Kilometer spendete Peter Schmid von zweiRAD Botenheim 1 Cent, so dass ein Betrag von 1.125,78 € zusammen kam. Der Klimaschutzmanager legte die gleiche Summe nochmal drauf. Und so konnten für insgesamt rund 2.250 € weitere 36 Anlehnbügel beschafft werden, die aktuell durch den Bauhof vor den Gemeindehallen montiert werden, die aktuell noch mit uralten Felgenklemmern ausgestattet sind (siehe Foto unten rechts vor der Gemeindehalle Hausen).

Damit ist dann der Punkt Radabstellanlagen aus dem Radverkehrskonzept für ganz Brackenheim "abgehakt"!

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