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Partnerstädte

Marsan (Frankreich)

  • Französische Gemeinde in der Gascogne, westlich von Toulouse, in der Nähe von Auch
  • Entfernung: ca. 1.300 km
  • Einwohner: ca. 500
  • Landwirtschaft: kein Weinbau mehr; heute hauptsächlich Rinder- und Geflügelzucht bzw. -Mast und Produktion von Entenleberpasteten sowie Hirse- und Maisanbau.

Seit dem 25. August 1962 ist Marsan Partnergemeinde von Neipperg, heutigem Stadtteil Brackenheims. Marsan liegt etwa 130 km nördlich des bekannten Pilgerorts Lourdes.

Die ersten Besucher beschrieben das Umland des Partnerorts als hügelig, ähnlich dem badischen Hügelland.

Geschichte der Partnerschaft

Schon ein halbes Jahr bevor Konrad Adenauer und Charles de Gaulle die Elysée-Verträge zur Versöhnung Deutschlands und Frankreichs unterzeichneten, hatte sich das damals noch eigenständige Neipperg Großes vorgenommen: 1962 wurde die Partnerschaftsurkunde mit Marsan, einem 500-Seelen-Dorf, unterschrieben.

Es war die zweite deutsch-französische Freundschaftsbekundung im Landkreis Heilbronn. Als Wegbereiter dieser Partnerschaft gelten Josef Hubert Graf von Neipperg und der damalige Bürgermeister Marsans Herzog Pierre de Montesquiou.

Diese Partnerschaft "ging gleich in die Häuser ein"; beruht sie doch nicht nur auf Verwaltungsebene, sondern besonders auf der persönlichen Begegnung.

Der erste Besuch der Neipperger bei ihren südfranzösischen Freunden stellte sich als abenteuerliche Pioniertat heraus. 25 Neipperger machten sich in sechs VW-Käfern auf die 26 Stunden dauernde Reise, an ihrer Spitze der damalige Neipperger Bürgermeister Walter.

Doch wie kam Neipperg zu Marsan?

1961 hatte Herzog Pierre de Montesquiou als Abgeordneter der französischen Nationalversammlung den Gedanken eines friedlichen und vereinten Europas. Dies veranlasste ihn, nach einem Partnerschaftsdorf mit ähnlichen Strukturen in Deutschland zu suchen.

Über einige Ecken erfuhr Professor Bergner, seiner Zeit Leiter der chemischen Landesuntersuchungsanstalt, von dem Wunsch. Er nahm daraufhin Kontakt zu seinem persönlich Bekannten Josef Hubert Graf von Neipperg auf. Der Grundstein der "jumelage" war gelegt.

Im Gemeinderatsprotokoll vom 9. März 1962 heißt es, dass eine Partnerschaft "dazu beitragen wird, überlieferte Vorurteile abzubauen, Verständnis für den Standpunkt der anderen zu wecken und das Blickfeld zu erweitern".

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